Amphibien

Grasfrosch

Rana temporaria

Das verbreitetste Amphib Europas: Der Grasfrosch lebt in Wäldern und feuchten Wiesen und belebt im Frühjahr die Teiche mit seinem Laich.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRana temporaria
Lebensdauer6-10 anni
GrößeKlein
Energie3/5

Charakter

Bodenbewohnend und springend, in der Dämmerung und nachts aktiv. Er lebt einen großen Teil des Jahres fern vom Wasser und kehrt im Frühjahr zur Massenfortpflanzung dorthin zurück.

Ernährung

Fleischfresser: Insekten, Regenwürmer, Spinnen und andere kleine Wirbellose; die Kaulquappen ernähren sich von Algen und Detritus.

Der Frosch unserer Wälder

Der Grasfrosch, oder Rana temporaria, ist eines der häufigsten und verbreitetsten Amphibien Europas. Seine Farbe reicht von Braun über Rötlich bis Oliv, oft mit dunklen Flecken, was ihm eine ausgezeichnete Tarnung zwischen Blättern und Schlamm verleiht. Er hat einen charakteristischen dunklen Fleck hinter dem Auge und einen kräftigen Körperbau. Anders als Laubfrösche hat er keine Haftscheiben an den Zehen: Es ist ein bodenbewohnender, springender Frosch, der sich mit flinken Sprüngen fortbewegt.

Ein Leben zwischen Land und Wasser

Einen großen Teil des Jahres lebt der Grasfrosch fern vom Wasser, in feuchten Wäldern, auf Wiesen, entlang von Hecken und in Gärten, wo er Insekten, Regenwürmer, Spinnen und andere kleine Wirbellose jagt. Zum Wasser kehrt er vor allem zur Fortpflanzung zurück. Er ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv, und in kalten Klimazonen verbringt er den Winter in einer Ruhephase und verbirgt sich unter dem Falllaub, im Schlamm oder in Bauen.

Der große Frühjahrslaich

Mit den ersten milden Frühlingstagen ziehen die Grasfrösche, oft alle zugleich, zu Teichen und Tümpeln, um sich fortzupflanzen. Die Weibchen legen riesige gallertartige Eiballen ab, die in gut sichtbaren Klumpen treiben. Aus den Eiern schlüpfen die Kaulquappen, winzige Wasserlarven mit Schwanz und Kiemen, die sich im Laufe der Wochen allmählich verwandeln: Sie entwickeln Beine, bilden den Schwanz zurück und verlassen schließlich das Wasser als kleine Frösche, bereit für das Landleben.

Ein Glied der Nahrungskette

Der Grasfrosch spielt eine wichtige Rolle in den Ökosystemen: Einerseits reguliert er die Bestände der Insekten und Wirbellosen, von denen er sich ernährt, andererseits ist er eine wichtige Beute für zahlreiche Räuber, von Vögeln über Schlangen bis zu Säugetieren. Seine Eier und Kaulquappen wiederum nähren viele Wassertiere.

Schutz

Der Grasfrosch ist als nicht gefährdet eingestuft und noch häufig, doch wie alle Amphibien ist er empfindlich gegenüber dem Verlust von Feuchtgebieten, der Gewässerverschmutzung und Krankheiten. Teiche und Tümpel sauber zu halten, Pestizide zu meiden und feuchte Wälder zu bewahren sind wichtige Maßnahmen, um diese und viele andere Amphibienarten zu schützen.

Häufige Fragen

Ist der Grasfrosch giftig?
Nein, er ist für den Menschen völlig harmlos. Wie viele Amphibien hat er schützende Hautsekrete, stellt aber keine Gefahr dar. Man sollte ihn dennoch nicht anfassen und sich nach einem Kontakt die Hände waschen.
Warum ziehen im Frühjahr so viele Frösche gemeinsam zu den Teichen?
Es ist die Fortpflanzungszeit. Mit den ersten milden Tagen ziehen die Grasfrösche, oft in Massen und alle zugleich, zu Teichen und Tümpeln, um sich zu paaren und zu laichen. Es ist eines der typischsten Frühlingsphänomene in unseren Wäldern.
Wie werden aus Kaulquappen Frösche?
Durch die Verwandlung. Aus den Eiern schlüpfen Wasser-Kaulquappen mit Schwanz und Kiemen; im Laufe der Wochen entwickeln sie Beine, bilden den Schwanz zurück und verlassen schließlich das Wasser als kleine Frösche, bereit für das Landleben.
Was ist der Unterschied zwischen Grasfrosch und Laubfrosch?
Der Grasfrosch ist ein bodenbewohnender, springender Frosch von braunrötlicher Farbe, der in Wäldern und auf Wiesen lebt. Der Laubfrosch ist grün, baumbewohnend und hat Haftscheiben an den Zehen, die ihm das Klettern erlauben, was der Grasfrosch nicht tut.

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