Foto: Fritz Geller-Grimm · CC BY-SA 2.5
Duftveilchen
Viola odorata
Klein, bescheiden und intensiv duftend, kündigt das Duftveilchen das Ende des Winters mit seinen violetten, zwischen herzförmigen Blättern verborgenen Blüten an.
Eigenschaften
Eine kleine, aber unverwechselbare Blume
Das Duftveilchen ist eine kleine, ausdauernde krautige Pflanze, niedrig und zart, die selten fünfzehn Zentimeter Höhe überschreitet. Die Blätter, von einem intensiven Grün, haben die charakteristische Herzform und bilden kompakte Büschel, aus denen die Blüten hervortreten. Diese sind meist von einem tiefen Violett, manchmal weiß, mit fünf Blütenblättern und der für die Gattung typischen unregelmäßigen Struktur. Was diese Pflanze berühmt macht, ist jedoch ihr Duft: süß, intensiv und unverwechselbar, einer der beliebtesten unter den Wildblumen.
Herkunft und Verbreitung
Es stammt aus Europa und Asien und wurde in viele andere Regionen der Welt eingeführt. Es wächst wild in Wäldern, entlang von Hecken, an Wegrändern und auf schattigen Wiesen und bevorzugt kühle, geschützte Orte. Es blüht sehr früh, oft schon Ende des Winters, und wird so zu einem der ersten Zeichen für das Herannahen der schönen Jahreszeit.
Kultur und Pflege
Das Duftveilchen ist leicht zu kultivieren und anspruchslos. Es bevorzugt halbschattige oder schattige Standorte, wo der Boden kühl und feucht bleibt, reich an organischer Substanz. Die direkte, sengende Sommersonne meidet es dagegen. Es ist eine winterharte Pflanze, die Kälte gut verträgt. Es vermehrt sich leicht durch Ausläufer, die kriechenden Triebe, mit denen es sich zu blühenden Teppichen ausbreitet. Im Garten ist es perfekt für schattige Beeteinfassungen, Unterpflanzungen und Töpfe.
Verwendung und Wissenswertes
Seit der Antike wird das Duftveilchen kultiviert und geschätzt: Seine duftenden Blüten werden in der Parfümerie, in der Konditorei für Dekorationen und Süßigkeiten sowie in traditionellen Zubereitungen verwendet. Es ist seit jeher ein Symbol für Bescheidenheit und Zartheit, gerade wegen seiner Gewohnheit, die kleinen Blüten zwischen den Blättern zu verbergen. Sein Duft hat eine kuriose Eigenschaft: Er enthält Stoffe, die den Geruchssinn vorübergehend 'betäuben', sodass er zu verschwinden und dann wieder aufzutauchen scheint.
Blütezeit
Praktische Tipps
Wasserbedarf: Regelmäßig, liebt kühle Böden — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.
Bevorzugt Halbschatten oder Schatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.
Empfohlener Boden: Kühl, feucht und humusreich. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.
Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.
Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.
Vorteile
- Süßer, unverwechselbarer Duft
- Unter den ersten Blüten im Spätwinter
- Leicht zu kultivieren und anspruchslos
- Essbare Blüten, in der Parfümerie verwendet
Nachteile
- Meidet direkte, sengende Sommersonne
- Kann durch Ausläufer invasiv werden
- Kurze, auf den Saisonbeginn beschränkte Blüte



