Säugetiere

Ameisenbeutler

Myrmecobius fasciatus

Klein, gestreift und tagaktiv, ist der Ameisenbeutler ein seltenes australisches Beuteltier, spezialisiert auf das Fressen von Termiten, mit langer, klebriger Zunge.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMyrmecobius fasciatus
Gewicht300–700 g
Lebensdauercirca 5-6 anni
GrößeKlein: ähnlich einem Eichhörnchen, samt Schwanz
Energie3/5

Charakter

Tagaktiv, einzelgängerisch, scheu

Ernährung

Insektenfresser: fast ausschließlich Termiten

Ein ungewöhnliches kleines Beuteltier

Der Ameisenbeutler, auch Numbat genannt, ist eines der eigentümlichsten und faszinierendsten Beuteltiere Australiens. Er hat die Größe eines Eichhörnchens, mit schlankem Körper, spitzer Schnauze und einem buschigen, struppigen Schwanz. Sein auffälligstes Merkmal ist sein Fell, vorne rötlich oder braun und auf dem Rücken von einer Reihe auffälliger weißer und dunkler Bänder durchzogen, die ihn unverwechselbar machen. Anders als die meisten Beuteltiere besitzt das Weibchen keinen echten, gut entwickelten Beutel: Die Jungen klammern sich einfach an den Bauch der Mutter, geschützt von ihrem Fell.

Lebensraum und Verbreitung

Einst in weiten Teilen Südaustraliens verbreitet, überlebt der Ameisenbeutler heute nur noch in wenigen begrenzten Gebieten Westaustraliens, oft in Schutzreservaten. Er lebt in Wäldern und Buschland, wo Eukalyptusbäume und vor allem umgestürzte Stämme und die Termiten, von denen er sich ernährt, reichlich vorhanden sind. Es ist ein Bewohner arider und gemäßigter Umgebungen, an das Vorhandensein von Unterschlupf und Nahrung gebunden.

Verhalten und Ernährung

Der Ameisenbeutler ist ein seltener Fall unter den termitenfressenden Säugetieren: Er ist tagaktiv, wenn sich die Termiten nahe der Bodenoberfläche bewegen. Er ernährt sich fast ausschließlich von diesen Insekten, die er zu Tausenden dank seiner außergewöhnlich langen, klebrigen Zunge sammelt, indem er sie in die Gänge steckt. Seine Tagaktivität ist jedoch auch mit einem Risiko verbunden: Sie setzt ihn stärker den Fressfeinden aus, weshalb er sich nachts in hohlen Stämmen und Bauen schützt.

Wissenswertes

Trotz seines zarten Aussehens ist der Ameisenbeutler ein unermüdlicher Termitenverschlinger, der jeden Tag eine große Zahl davon vertilgen kann. Er ist zu einem Symbol der Tierwelt Westaustraliens geworden, dessen Wappentier er ist, und steht im Mittelpunkt wichtiger Schutzprogramme.

Schutz

Der Ameisenbeutler wird als gefährdete Art eingestuft. Sein Rückgang wurde vor allem durch vom Menschen eingeführte Fressfeinde wie Füchse und Katzen und durch die Zerstörung des Lebensraums verursacht. Dank Schutzprogrammen, eigenen Reservaten und der Kontrolle der Fressfeinde versucht man heute, dieses kleine und kostbare Beuteltier zu retten, einen Zeugen einer weltweit einzigartigen australischen Fauna.

Vorteile

  • Einzigartiges Beuteltier, tagaktiv und termitenfressend
  • Unverwechselbares gestreiftes Fell
  • Symbol der Tierwelt Westaustraliens

Nachteile

  • Gefährdete Art
  • Bedroht durch eingeführte Fressfeinde wie Füchse und Katzen
  • Verbreitungsgebiet auf wenige Schutzgebiete reduziert

Häufige Fragen

Hat der Ameisenbeutler einen Beutel?
Nein, anders als die meisten Beuteltiere besitzt er keinen echten, gut entwickelten Beutel. Die Jungen klammern sich einfach an den Bauch der Mutter, geschützt von ihrem Fell.
Was frisst der Ameisenbeutler?
Er ernährt sich fast ausschließlich von Termiten, die er zu Tausenden dank seiner außergewöhnlich langen, klebrigen Zunge sammelt, indem er sie in die Gänge steckt. Er ist ein unermüdlicher Verschlinger dieser Insekten.
Warum ist der Ameisenbeutler tagaktiv?
Er ist ein seltener Fall unter den Termitenfressern: Er ist tagaktiv, weil sich die Termiten tagsüber nahe der Oberfläche bewegen. Diese Gewohnheit setzt ihn jedoch stärker Fressfeinden aus, vor denen er sich nachts in hohlen Stämmen schützt.
Warum ist der Ameisenbeutler bedroht?
Sein Rückgang wurde vor allem durch vom Menschen eingeführte Fressfeinde wie Füchse und Katzen und durch die Zerstörung des Lebensraums verursacht. Heute überlebt er nur noch in wenigen Schutzgebieten Westaustraliens.

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