Ameisenbeutler
Myrmecobius fasciatus
Klein, gestreift und tagaktiv, ist der Ameisenbeutler ein seltenes australisches Beuteltier, spezialisiert auf das Fressen von Termiten, mit langer, klebriger Zunge.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv, einzelgängerisch, scheu
Ernährung
Insektenfresser: fast ausschließlich Termiten
Ein ungewöhnliches kleines Beuteltier
Der Ameisenbeutler, auch Numbat genannt, ist eines der eigentümlichsten und faszinierendsten Beuteltiere Australiens. Er hat die Größe eines Eichhörnchens, mit schlankem Körper, spitzer Schnauze und einem buschigen, struppigen Schwanz. Sein auffälligstes Merkmal ist sein Fell, vorne rötlich oder braun und auf dem Rücken von einer Reihe auffälliger weißer und dunkler Bänder durchzogen, die ihn unverwechselbar machen. Anders als die meisten Beuteltiere besitzt das Weibchen keinen echten, gut entwickelten Beutel: Die Jungen klammern sich einfach an den Bauch der Mutter, geschützt von ihrem Fell.
Lebensraum und Verbreitung
Einst in weiten Teilen Südaustraliens verbreitet, überlebt der Ameisenbeutler heute nur noch in wenigen begrenzten Gebieten Westaustraliens, oft in Schutzreservaten. Er lebt in Wäldern und Buschland, wo Eukalyptusbäume und vor allem umgestürzte Stämme und die Termiten, von denen er sich ernährt, reichlich vorhanden sind. Es ist ein Bewohner arider und gemäßigter Umgebungen, an das Vorhandensein von Unterschlupf und Nahrung gebunden.
Verhalten und Ernährung
Der Ameisenbeutler ist ein seltener Fall unter den termitenfressenden Säugetieren: Er ist tagaktiv, wenn sich die Termiten nahe der Bodenoberfläche bewegen. Er ernährt sich fast ausschließlich von diesen Insekten, die er zu Tausenden dank seiner außergewöhnlich langen, klebrigen Zunge sammelt, indem er sie in die Gänge steckt. Seine Tagaktivität ist jedoch auch mit einem Risiko verbunden: Sie setzt ihn stärker den Fressfeinden aus, weshalb er sich nachts in hohlen Stämmen und Bauen schützt.
Wissenswertes
Trotz seines zarten Aussehens ist der Ameisenbeutler ein unermüdlicher Termitenverschlinger, der jeden Tag eine große Zahl davon vertilgen kann. Er ist zu einem Symbol der Tierwelt Westaustraliens geworden, dessen Wappentier er ist, und steht im Mittelpunkt wichtiger Schutzprogramme.
Schutz
Der Ameisenbeutler wird als gefährdete Art eingestuft. Sein Rückgang wurde vor allem durch vom Menschen eingeführte Fressfeinde wie Füchse und Katzen und durch die Zerstörung des Lebensraums verursacht. Dank Schutzprogrammen, eigenen Reservaten und der Kontrolle der Fressfeinde versucht man heute, dieses kleine und kostbare Beuteltier zu retten, einen Zeugen einer weltweit einzigartigen australischen Fauna.
Vorteile
- Einzigartiges Beuteltier, tagaktiv und termitenfressend
- Unverwechselbares gestreiftes Fell
- Symbol der Tierwelt Westaustraliens
Nachteile
- Gefährdete Art
- Bedroht durch eingeführte Fressfeinde wie Füchse und Katzen
- Verbreitungsgebiet auf wenige Schutzgebiete reduziert



