Brauenmotmot

Foto: Erick fma · CC BY 3.0

Vögel

Brauenmotmot

Eumomota superciliosa

Der Brauenmotmot ist ein leuchtend bunter Vogel Mittelamerikas, berühmt für seinen Schlägerschwanz, der wie ein Pendel hin- und herschwingt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameEumomota superciliosa
Lebensdauer10–12 anni
GrößeEtwa 34 cm samt dem langen Schlägerschwanz
Energie3/5

Charakter

Lebhaft, auffällig, oft frei sitzend

Ernährung

Insekten- und fleischfressend: Insekten, kleine Reptilien und Wirbellose

Der Vogel mit dem Pendelschwanz

Der Brauenmotmot ist ein mittelgroßer Vogel von auffallender Farbenpracht: olivgrüne und rostbraune Oberseite, eine schwarze, blau gesäumte Kehle und vor allem ein leuchtend türkisfarbener Überaugenstreif, der ihm den Namen gibt. Sein berühmtestes Merkmal ist jedoch der Schwanz: zwei lange Mittelfedern, die auf einem Abschnitt ihrer Länge unbefiedert sind und in einer schlägerförmigen Spitze enden. Der Vogel schwingt diesen Schwanz langsam von einer Seite zur anderen, wie das Pendel einer Uhr, weshalb er auf Spanisch "pájaro reloj" heißt.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in Mittelamerika, vom Südosten Mexikos bis nach Costa Rica und Panama. Er bevorzugt recht offene Lebensräume: Waldränder, Buschland, Galeriewälder entlang von Wasserläufen und Gebüschzonen. Auffälliger als andere Motmots, sitzt er oft frei auf Drähten und Zäunen.

Verhalten und Brut

Von gut sichtbaren Warten aus späht er nach Beute — Insekten, kleinen Reptilien und anderen Wirbellosen. Er brütet, indem er lange Tunnel in Erdböschungen, Wegeinschnitte oder sogar Brunnen und Steinbrüche gräbt, wo er 3 bis 6 weiße Eier legt. Das Schwanzwippen scheint zugleich ein Signal an Fressfeinde zu sein — "ich habe dich gesehen" —, das den Angriff verhindert.

Wissenswertes

Er ist der Nationalvogel sowohl von El Salvador als auch von Nicaragua, wo er torogoz bzw. guardabarranco genannt wird. Die Schlägerform des Schwanzes ist nicht angeboren: Die mittleren Federäste sind schwach und fallen durch normalen Verschleiß ab, sodass der nackte Schaft mit der Paddelspitze übrig bleibt.

Schutz

Die Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet und ist in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets häufig. Ihre Toleranz gegenüber halboffenen und vom Menschen veränderten Lebensräumen macht sie weniger anfällig als viele Waldvögel.

Vorteile

  • Einzigartiger, spektakulärer Schlägerschwanz
  • Nationalvogel von El Salvador und Nicaragua
  • Passt sich gut an halboffene Lebensräume an

Nachteile

  • Auf Erdböschungen zum Brüten angewiesen
  • Empfindlich gegenüber der Zerstörung von Waldrändern

Häufige Fragen

Warum schwingt der Schwanz wie ein Pendel?
Der Motmot wippt langsam mit dem Schwanz von Seite zu Seite, ein Verhalten, das Fressfeinden zu signalisieren scheint, dass er sie bemerkt hat, und so die Verfolgung verhindert. Daher der spanische Spitzname 'Uhrenvogel'.
Wie entsteht der Schlägerschwanz?
Er ist nicht von Geburt an so: Die Federäste eines Abschnitts der beiden Mittelfedern sind schwach und fallen durch normalen Verschleiß ab, sodass ein nackter Schaft mit einem Paddel am Ende bleibt.
Wo lebt er?
In Mittelamerika, vom Südosten Mexikos bis Costa Rica und Panama, an Waldrändern, im Buschland und in Galeriewäldern.
Ist es ein seltener Vogel?
Nein, er gilt als nicht gefährdet und ist häufig. Er verträgt halboffene Lebensräume und die Nähe des Menschen gut, was ihm hilft zu gedeihen.

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