Foto: Julien Willem · CC BY-SA 3.0
Dugong
Dugong dugon
Der Dugong ist ein ruhiges pflanzenfressendes Meeressäugetier tropischer Gewässer, letzter Überlebender seiner Familie und Vorbild für Meerjungfrau-Legenden.
Eigenschaften
Charakter
Ruhig, langsam, einzeln oder in kleinen Gruppen
Ernährung
Pflanzenfressend: ausschließlich Seegras
Die Seekuh
Der Dugong ist ein großes Meeressäugetier aus der Ordnung der Seekühe, mit stromlinienförmigem grauem Körper, breiter, nach unten gerichteter Schnauze und einer gegabelten, delfinähnlichen Schwanzflosse, die ihn von den paddelschwänzigen Manatis unterscheidet. Er ist die einzige lebende Art der Familie Dugongidae; sein nächster Verwandter, die Stellersche Seekuh, wurde im 18. Jahrhundert bis zur Ausrottung gejagt. Anders als die Manatis lebt er fast ausschließlich im Salzwasser.
Lebensraum und Verbreitung
Er hält sich in den warmen Küstengewässern des Indischen Ozeans, des Westpazifiks und des Roten Meeres auf. Er bevorzugt geschützte Buchten und flache Lagunen mit reichen Seegraswiesen, seiner einzigen Nahrungsquelle. Die größten Bestände leben an den Küsten Nordaustraliens.
Verhalten und Nahrung
Er ist ein langsamer, ruhiger Weidegänger: Er verbringt einen großen Teil des Tages damit, die Wasserpflanzen am Meeresboden abzuweiden, die er mit seiner beweglichen, empfindlichen Schnauze herauslöst. Er kann mehrere Minuten tauchen, bevor er zum Atmen auftaucht. Er lebt einzeln oder in kleinen Gruppen, doch wo Nahrung reichlich vorhanden ist, können sich Dutzende Tiere versammeln.
Wissenswertes
Zusammen mit den Manatis gilt der Dugong als Ursprung vieler Meerjungfrau-Mythen: Seefahrer früherer Zeiten, die diese Tiere aus der Ferne beim Säugen ihrer Jungen an der Oberfläche erblickten, hielten sie für Wesen halb Frau, halb Fisch.
Schutz
Die Art wird von der IUCN als gefährdet eingestuft. Bedroht wird sie durch die Zerstörung von Seegraswiesen, Küstenverschmutzung, Beifang in Netzen und Kollisionen mit Booten. In einigen Gebieten, etwa an den Küsten Chinas, gilt sie inzwischen als funktional ausgestorben.
Vorteile
- Langlebig, kann 70 Jahre erreichen
- Wichtiger 'Gärtner' der Seegraswiesen
- Völlig harmlos und friedlich
Nachteile
- Gefährdet, mit rückläufigen Beständen
- Vollständig von Seegraswiesen abhängig



