Breitflügelfledermaus

Foto: Mnolf · CC BY-SA 3.0

Säugetiere

Breitflügelfledermaus

Eptesicus serotinus

Die Breitflügelfledermaus ist eine mittelgroße bis große europäische Fledermaus mit langsamem, kräftigem Flug, die in der Dämmerung Insekten jagt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameEptesicus serotinus
Gewicht15–35 g
LebensdauerFino a 15–20 anni
GrößeKörper 6–8 cm, Flügelspannweite bis 37 cm
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, dämmerungsaktiv, gesellig in Kolonien

Ernährung

Insektenfresser: Käfer und Nachtfalter im Flug

Beschreibung

Die Breitflügelfledermaus ist eine der größten Fledermäuse Europas, mit einer Flügelspannweite von fast 37 Zentimetern. Sie hat dichtes, samtiges braunes Fell, das am Bauch heller ist, breite Flügel und dreieckige Ohren. Ihre Schnauze ist dunkel und unbehaart. Ihr Flug ist typischerweise langsam, breit und kraftvoll, oft in mittlerer Höhe, und wechselt zwischen Gleitphasen und kräftigen Flügelschlägen.

Lebensraum und Verbreitung

Sie ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Westasiens verbreitet. Sie ist eng an vom Menschen geprägte Landschaften gebunden: Sie bevorzugt offenes Kulturland, Waldränder, Parks und Gärten und quartiert sich vor allem in Gebäuden ein, in Dachböden und Dachhohlräumen.

Verhalten

Sie fliegt in der Dämmerung zur Jagd aus, oft als eine der ersten Fledermäuse am Abendhimmel, wie ihr Name andeutet. Sie ernährt sich von fliegenden Insekten, besonders Käfern und Nachtfaltern, die sie im Flug rund um Straßenlaternen, Hecken und Baumkronen erbeutet. Den Winter verbringt sie im Winterschlaf an geschützten Orten.

Wissenswertes

Ihr wissenschaftlicher Artname stammt vom lateinischen serotinus, also "des Abends", wegen der Gewohnheit, früh in der Dämmerung zu fliegen. Wochenstuben bestehen fast ausschließlich aus Weibchen, die ihre Jungen gemeinsam in warmen, ruhigen Dachböden aufziehen.

Schutz

Sie gilt als nicht gefährdet, ist aber wie alle europäischen Fledermäuse gesetzlich geschützt. Die größten Gefahren sind die Störung der Quartiere, die Sanierung von Gebäuden und der Rückgang der Insekten durch Pestizide.

Vorteile

  • Wertvoller natürlicher Regulator nachtaktiver Insekten
  • Gut an das Leben neben dem Menschen angepasst
  • Langlebig, kann über fünfzehn Jahre alt werden

Nachteile

  • Empfindlich gegenüber Störung der Quartiere in Gebäuden
  • Bedroht durch Insektenschwund infolge von Pestiziden
  • Geschützte Art: darf nicht gestört oder entfernt werden

Häufige Fragen

Woher kommt der Artname serotinus?
Er stammt vom lateinischen serotinus, das "des Abends" bedeutet. Diese Fledermaus fliegt nämlich sehr früh in der Dämmerung zur Jagd aus, oft wenn es noch ein wenig hell ist.
Ist es gefährlich, eine im Dachboden zu finden?
Nein. Sie ist ein harmloses und nützliches Tier, das sich nur von Insekten ernährt. In Europa ist sie geschützt: Sie darf nicht gestört oder entfernt werden, und für ein friedliches Miteinander kann man einen Fachmann hinzuziehen.
Wovon ernährt sie sich?
Sie ernährt sich ausschließlich von fliegenden Insekten, vor allem Käfern und Nachtfaltern, die sie im Flug fängt. Eine einzige Fledermaus kann in einer Nacht Hunderte von Insekten vertilgen.
Wo verbringt sie den Winter?
Sie hält Winterschlaf an geschützten Orten mit stabiler Temperatur, etwa in Gebäudehohlräumen, Dachböden oder Spalten. Dabei senkt sie ihren Stoffwechsel stark, um Energie zu sparen.

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