Vögel

Brillenkauz

Pulsatrix perspicillata

Die größte Eule der amerikanischen Tropenwälder: Der Brillenkauz verdankt seinen Namen den auffälligen weißen Ringen um seine großen dunklen Augen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NamePulsatrix perspicillata
Gewicht≈ 600–900 g
GrößeGroße Eule, Kopf ohne Federohren
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, einzelgängerisch, Ansitzjäger

Ernährung

Fleischfresser: kleine Säugetiere, Vögel, Insekten

Ein nachtaktiver Greif mit „Brille"

Der Brillenkauz ist die größte Eule der amerikanischen Tropen. Er hat einen kräftigen Bau, einen großen Kopf ohne Federohren und ein kontrastreiches Gefieder: dunkelbraune Oberseite, helle Brust und vor allem eine unverwechselbare Gesichtszeichnung. Um seine großen dunklen Augen verlaufen zwei breite Ringe weißer Federn, die zusammen mit einem hellen Kehlband an eine Brille erinnern — daher der Name.

(Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 767 kg ist für einen Vogel dieser Größe offensichtlich falsch; das tatsächliche Gewicht beträgt etwa 600 bis 900 Gramm.)

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den tropischen und subtropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas, von Südmexiko und Trinidad bis in den Süden Brasiliens, nach Paraguay und in den Norden Argentiniens. Er bevorzugt reife, dichte Wälder, kommt aber auch in Plantagen und Baumhainen vor.

Verhalten und Jagd

Er ist ein nachtaktiver Jäger, der von einer Warte aus jagt und lautlos auf die Beute stößt. Er ernährt sich vor allem von kleinen Säugetieren, auch von der Größe eines Opossums, sowie von Vögeln, Insekten und anderen kleinen Tieren. Wie alle Eulen fliegt er sehr leise und hört sehr scharf. Sein Ruf ist eine Reihe tiefer, rhythmischer Töne.

Wissenswertes

Die Jungvögel sehen fast entgegengesetzt zu den Alttieren aus: Sie sind weich weiß mit dunklem Gesicht, eine Tracht, die sie im Nest tarnt. Der Wechsel ins Alterskleid dauert mehrere Monate.

Schutz

Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet: Sie hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Die Zerstörung der Tropenwälder bleibt jedoch eine mögliche Bedrohung für lokale Bestände.

Vorteile

  • Die größte neotropische Eule
  • Unverwechselbare „Brillen"-Gesichtszeichnung
  • Großes Verbreitungsgebiet, nicht bedroht

Nachteile

  • Auf Tropenwälder angewiesen
  • Kein Vogel zum Halten: wilder Greifvogel
  • Scheu und nur nachts aktiv

Häufige Fragen

Warum heißt er Brillenkauz?
Wegen der zwei breiten Ringe weißer Federn um seine großen dunklen Augen, die zusammen mit einem hellen Kehlband an eine Brille erinnern.
Was frisst er?
Er ist ein nachtaktiver Räuber: Er jagt vor allem kleine Säugetiere, auch von Opossumgröße, sowie Vögel, Insekten und andere kleine Tiere.
Sehen die Jungen wie die Alttiere aus?
Nein, im Gegenteil: Die Jungen sind weich weiß mit dunklem Gesicht, fast das Umgekehrte des Alttiers. Der Wechsel ins Endkleid dauert Monate.
Ist er eine bedrohte Art?
Nein, er ist dank seines großen Gebiets nicht gefährdet. Die tropische Entwaldung bleibt jedoch ein zu beobachtender Faktor.

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