Erdkröte

Foto: Taka · CC BY-SA 3.0

Amphibien

Erdkröte

Bufo bufo

Gedrungen, warzig und mit goldenem Blick, ist die Erdkröte eine unermüdliche Insektenvertilgerin und einer der wertvollsten nächtlichen Verbündeten des Gemüsegartens.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameBufo bufo
Lebensdauer10-12 anni
GrößeMittel
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, langsam und landlebend außerhalb der Laichzeit. Sie flieht nicht durch Springen: Sie verlässt sich auf Tarnung und die Abwehrsekrete ihrer Drüsen.

Ernährung

Fleischfresserin: Insekten, Schnecken, Nacktschnecken, Regenwürmer und andere kleine Wirbellose, mit der klebrigen Zunge gefangen.

Ein Amphib von robustem Bau

Die Erdkröte ist eines der größten und weitverbreitetsten Amphibien Europas. Sie hat einen gedrungenen, massigen Körperbau und eine trockene, mit Warzen bedeckte Haut, braun, grau oder olivfarben, die sie am Boden und im Falllaub perfekt tarnt. Ihre großen, hervortretenden Augen haben eine Iris von schönem Kupfer- oder Goldton mit waagerechter Pupille. Hinter den Augen liegen zwei große Drüsen, die Parotiden, die Abwehrstoffe absondern.

Anders als Frösche springt die Kröte nicht behände: Sie bewegt sich mit langsamem, plumpem Gang oder in kleinen Sprüngen und setzt auf chemische Abwehr statt auf Flucht.

Wo sie lebt

Die Erdkröte ist äußerst anpassungsfähig und lebt in einer großen Vielfalt terrestrischer Lebensräume: Wäldern, Wiesen, Hecken, Feldern, Parks und Gärten. Außerhalb der Laichzeit ist sie ein überwiegend landlebendes Tier, das sich tagsüber unter Steinen, Stämmen und im Laub verbirgt und im Schutz von Nacht und Feuchtigkeit zur Jagd auszieht.

Die großen Frühjahrswanderungen

Eines der faszinierendsten Schauspiele dieser Art ist die Laichwanderung. Im Frühjahr machen sich Tausende Kröten gemeinsam auf den Weg zu den Teichen, in denen sie geboren wurden, und legen mitunter weite Strecken zurück. Auf diesen Wanderungen überqueren sie oft Straßen, was sie leider zu häufigen Verkehrsopfern macht: In vielen Gebieten werden Barrieren und geschützte Übergänge eingerichtet, um ihnen zu helfen.

Eine Verbündete des Gartens

Die Erdkröte ist eine gefräßige nächtliche Räuberin von Insekten, Schnecken, Nacktschnecken, Regenwürmern und anderen kleinen Wirbellosen. Sie fängt ihre Beute mit einem raschen Schnellen der klebrigen Zunge. Diese Kost macht sie zu einer wertvollen natürlichen Helferin bei der Bekämpfung von Schädlingen in Gemüsebeeten und Gärten, weshalb ihre Anwesenheit gefördert werden sollte.

Schutz

Die Erdkröte ist als nicht gefährdet eingestuft, doch ihre Bestände leiden unter dem Verlust und der Verschmutzung der Feuchtgebiete, der Intensivierung der Landwirtschaft und vor allem der Verkehrsmortalität während der Wanderungen. Der Schutz der Teiche und die Anlage sicherer Übergänge sind wichtige Maßnahmen für ihre Erhaltung.

Häufige Fragen

Ist die Erdkröte giftig?
Die Drüsen hinter ihren Augen sondern reizende Stoffe ab, die sie vor Räubern schützen, doch für den Menschen ist sie nicht gefährlich. Sie verursacht keine Warzen, wie ein alter Glaube meint; man sollte sie dennoch nicht anfassen und sich nach einem Kontakt die Hände waschen.
Was ist der Unterschied zwischen Frosch und Kröte?
Im Allgemeinen hat die Kröte eine trockene, warzige Haut, einen gedrungenen Bau und bewegt sich langsam, während Frösche eine glatte, feuchte Haut haben und ausgezeichnete Springer sind. Die Erdkröte verbringt zudem einen Großteil ihres Lebens fern vom Wasser.
Warum überqueren Kröten im Frühjahr Straßen?
Im Frühjahr wandern sie massenhaft zu den Teichen, in denen sie geboren wurden, um zu laichen. Viele Wege queren Straßen, mit hohem Risiko, überfahren zu werden: Deshalb werden in vielen Gebieten Barrieren und geschützte Übergänge eingerichtet.
Ist die Kröte im Garten nützlich?
Sehr. Sie ist eine gefräßige nächtliche Räuberin von Insekten, Schnecken und Nacktschnecken und hält viele Gartenschädlinge auf ganz natürliche Weise in Schach. Ihre Anwesenheit zu fördern ist ein Vorteil für den, der anbaut.

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