Aga-Kröte

Foto: Obsidian Soul · CC0

Amphibien

Aga-Kröte

Rhinella marina

Die größte Kröte der Welt, heimisch im tropischen Amerika: Die Aga-Kröte ist berühmt für ihre Giftdrüsen und dafür, in Australien zu einer invasiven Art geworden zu sein.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRhinella marina
GrößeGroß, 10–15 cm (bis über 20)
Energie2/5

Charakter

Bodenbewohnend, nachtaktiv, opportunistischer Allesfresser

Ernährung

Allesfresser: Insekten, kleine Tiere, Aas, Abfälle

Die größte Kröte der Welt

Die Aga-Kröte ist die größte lebende Landkröte: Ausgewachsene Tiere messen meist 10–15 cm, große Exemplare aber über 20 cm und können mehr als ein Kilogramm wiegen. Sie hat einen massigen Körper, warzige braune Haut und an den Kopfseiten zwei große geschwollene Ohrdrüsen (Parotiden). Genau diese Drüsen sind ihre Waffe: Sie sondern ein starkes Gift (Bufotoxin) ab, das Tiere töten kann, die sie zu fressen versuchen.

Herkunft und Verbreitung

Sie ist in Mittel- und Südamerika heimisch, wo sie eine häufige und weit verbreitete Art ist. Der Mensch hat sie jedoch in viele Regionen der Welt eingeführt — Inseln Ozeaniens und der Karibik und vor allem den Norden Australiens — in der vergeblichen Hoffnung, Schadinsekten in Zuckerrohrplantagen zu bekämpfen.

Ein problematischer Eindringling

In Australien erwies sich die Einführung als ökologische Katastrophe: Die Aga-Kröte bekämpfte die Schädlinge nicht, sondern vermehrte sich unkontrolliert und drang in ganze Landstriche vor. Sie ist ein opportunistischer Allesfresser, der fast alles frisst, lebendig oder tot, und ihr Gift tötet einheimische Fressfeinde — Schlangen, Krokodile, Beutelmarder —, die versuchen, sie zu fressen, ohne an dieses Gift angepasst zu sein.

Wissenswertes

Das Weibchen legt mehrere Tausend Eier in einer einzigen gallertartigen Schnur ab — eine enorme Fortpflanzungsrate. Auch Kaulquappen und Eier sind giftig. In ihrem Heimatgebiet macht das Gleichgewicht mit den einheimischen Fressfeinden sie dagegen zu einer ganz gewöhnlichen Art.

Schutz

In ihrem Heimatgebiet führt die IUCN sie als nicht gefährdet: Sie ist häufig und nicht bedroht. Das Problem ist eher umgekehrt: Wo sie eingeführt wurde, stellt sie eine ernste Bedrohung für die einheimische Tierwelt dar.

Vorteile

  • Die größte Kröte der Welt
  • Wirksame chemische Abwehr durch die Ohrdrüsen
  • Häufig und nicht bedroht im Heimatgebiet

Nachteile

  • Schwere invasive Art dort, wo eingeführt
  • Gift giftig für Haustiere und Fressfeinde
  • Darf nicht angefasst oder mit bloßen Händen berührt werden

Häufige Fragen

Warum ist sie giftig?
Sie hat große Ohrdrüsen an den Kopfseiten, die Bufotoxin absondern, ein Gift, das Tiere töten kann, die sie zu fressen versuchen. Auch Eier und Kaulquappen sind giftig.
Warum ist sie in Australien ein Problem?
Sie wurde zur Bekämpfung von Zuckerrohrinsekten eingeführt, wurde aber invasiv: Sie vermehrte sich unkontrolliert, und ihr Gift tötet einheimische Fressfeinde, die versuchen, sie zu fressen.
Ist sie für Hunde und Katzen gefährlich?
Ja. Beißt oder leckt ein Haustier sie, kann es schwer vergiftet werden. Man sollte Tiere fernhalten und sie nicht mit bloßen Händen anfassen.
Ist sie eine bedrohte Art?
Nein, im Gegenteil: In ihrem Heimatgebiet ist sie nicht gefährdet und sehr häufig, und wo sie eingeführt wurde, ist sie sogar eine Bedrohung für die einheimische Tierwelt.

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