Foto: Peter Paplanus · CC BY 2.0
Gefleckter Furchenmolch
Necturus maculosus
Der Gefleckte Furchenmolch ist ein vollständig wasserlebender Schwanzlurch Nordamerikas, der zeitlebens seine auffälligen federartigen Außenkiemen behält.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, einzelgängerisch und vollständig wasserlebend.
Ernährung
Opportunistischer Fleischfresser: Insekten, Weichtiere, Würmer, kleine Fische.
Der Molch mit federartigen Kiemen
Der Gefleckte Furchenmolch (Necturus maculosus) ist ein vollständig wasserlebender Schwanzlurch aus der Familie der Olme (Proteidae). Sein auffälligstes Merkmal ist die Pädomorphose (Neotenie): Anders als viele Amphibien, die als Erwachsene ihre Kiemen verlieren und auf Lungenatmung umstellen, behält der Furchenmolch zeitlebens seine auffälligen roten, federartigen Außenkiemen an den Seiten des Kopfes. Der lange, zylindrische Körper ist rostbraun mit dunklen Flecken, der Schwanz ist abgeflacht, und jedes Bein hat vier Zehen.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den Süßgewässern des östlichen Nordamerikas — Seen, Flüssen und Teichen. Haut- und Lungenatmung allein reichen nicht, daher ist er auf seine Kiemen angewiesen: In kaltem, sauerstoffreichem Wasser bleiben sie klein, während sie in warmem, stehendem Wasser deutlich größer und buschiger werden, um den geringeren Sauerstoffgehalt auszugleichen.
Verhalten und Nahrung
Er ist nachtaktiv und tagsüber nur bei trübem Wasser aktiv. Er ist ein opportunistischer Räuber, der fast alles frisst, was ins Maul passt: Insekten, Weichtiere, Regenwürmer, kleine Fische und Eier. Weibchen werden mit etwa sechs Jahren geschlechtsreif und legen im Schnitt rund sechzig Eier.
Wussten Sie schon?
In freier Wildbahn wird er durchschnittlich etwa elf Jahre alt. Sein englischer Name „mudpuppy" (Schlammwelpe) rührt vom falschen Glauben her, diese Amphibien gäben hundeähnliche Laute von sich; tatsächlich sind sie nahezu lautlos.
Schutz
Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern). Er ist noch verbreitet, doch als reiner Wasserbewohner ist er empfindlich gegenüber Verschmutzung und Verschlechterung der Süßgewässer: Sein Vorkommen gilt als guter Anzeiger der Wasserqualität.
Vorteile
- Behält zeitlebens seine Außenkiemen
- Bioindikator der Wasserqualität
- Nicht gefährdet, noch verbreitet
Nachteile
- Empfindlich gegenüber Süßwasserverschmutzung
- Vollständig wasserlebend, verlässt nie das Wasser
- Relativ späte Reife und Fortpflanzung



