Amphibien

Laubfrosch

Hyla arborea

Winzig, leuchtend grün und mit Haftscheiben an den Zehen, ist der Laubfrosch der einzige Frosch Europas, der in den Bäumen lebt und an Frühlingsabenden aus voller Kehle singt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameHyla arborea
Lebensdauer5-10 anni
GrößeKlein
Energie3/5

Charakter

Baumbewohnend, nachtaktiv und tarnfarben. Den Tag verbringt er reglos zwischen den Blättern; die Männchen sind an Frühlingsabenden nahe dem Wasser laute Sänger.

Ernährung

Insektenfresser: Insekten und andere kleine Wirbellose, mit der Zunge in der Vegetation gefangen.

Ein Frosch, der in Bäumen lebt

Der Laubfrosch ist ein kleines Amphib von unverwechselbarem Aussehen: Er überschreitet selten fünf Zentimeter Länge und trägt eine glatte Haut von leuchtendem Smaragdgrün, die jedoch je nach Umgebung, Temperatur und Stimmung von Grün nach Braun wechseln kann. Eine feine dunkle Linie verläuft entlang der Flanken, von der Schnauze bis zu den Hinterbeinen. Sein außergewöhnlichstes Merkmal sind die Fingerkuppen: Jede Zehe endet in einer kleinen Haftscheibe, die ihm das Klettern auf Blättern, Zweigen und sogar glatten Flächen ermöglicht.

Er ist der einzige europäische Frosch, der ein überwiegend baumbewohnendes Leben führt, einen großen Teil des Jahres fern vom Wasser.

Wo er lebt

Der Laubfrosch bevorzugt vegetationsreiche, gewässernahe Lebensräume: Röhrichte, Büsche, Hecken, feuchte Gebüsche und Teichufer. Er verbringt viel Zeit auf Blättern und Zweigen sitzend, wo seine Farbe ihn perfekt tarnt. Zur Fortpflanzung braucht er jedoch stehende, saubere Gewässer ohne räuberische Fische.

Der Ruf

An Frühlingsabenden versammeln sich die Männchen nahe dem Wasser und stimmen einen kraftvollen Chor an, der in keinem Verhältnis zu ihrer Größe steht. Der Ruf wird durch eine große Schallblase unter der Kehle möglich, die sich wie ein Ballon aufbläht und den Klang verstärkt. Ein Chor von Laubfröschen ist weithin zu hören und zählt zu den typischsten Klängen europäischer Frühlingsnächte.

Fortpflanzung und Ernährung

Als Erwachsener ernährt sich der Laubfrosch von Insekten und anderen kleinen Wirbellosen, die er mit der Zunge fängt. Im Frühjahr kehrt er zum Wasser zurück, um sich fortzupflanzen: Die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Ballen ab, aus denen Kaulquappen schlüpfen, die bis zur Verwandlung im Wasser leben, wenn sie Beine entwickeln und wieder in die Vegetation klettern können.

Schutz

Der Laubfrosch ist als nicht gefährdet eingestuft, doch wie alle Amphibien ist er empfindlich gegenüber dem Verlust von Feuchtgebieten, der Gewässerverschmutzung und dem Einsatz von Pestiziden. Das Trockenlegen von Teichen und Gräben und das Einsetzen von Fischen in kleine Gewässer gehören zu den Bedrohungen, die seine Laichgewässer verringern.

Häufige Fragen

Wie klettert der Laubfrosch?
Jede Zehe endet in einer kleinen Haftscheibe, die an Oberflächen haftet. Dank dieser Kuppen kann der Laubfrosch auf Blätter, Zweige und sogar glatte Flächen klettern, was ihn von anderen europäischen Fröschen unterscheidet.
Warum wechselt der Laubfrosch die Farbe?
Er kann je nach Temperatur, Feuchtigkeit, Untergrund und Zustand des Tieres von leuchtendem Grün nach Braun oder Gräulich wechseln. Es ist eine Anpassung, die ihm sowohl zur Tarnung als auch zur Regelung der Körpertemperatur dient.
Warum rufen Laubfrösche so laut?
Die Männchen besitzen eine große Schallblase unter der Kehle, die den Ruf beim Aufblähen verstärkt. An Frühlingsabenden versammeln sie sich nahe dem Wasser und bilden kraftvolle Chöre, um Weibchen anzulocken.
Ist der Laubfrosch giftig?
Nein, er ist für den Menschen völlig harmlos. Seine Haut produziert wie bei vielen Amphibien schützende Sekrete, stellt aber keine Gefahr dar; man sollte ihn dennoch nicht anfassen und sich nach einem Kontakt die Hände waschen.

Das könnte dich interessieren