Insekten

Feldmaikäfer

Melolontha melolontha

Der Feldmaikäfer ist ein großer brauner Käfer mit fächerförmigen Fühlern, einst sehr häufig, der im Frühjahr mit plumpem, brummendem Flug in der Dämmerung erscheint.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMelolontha melolontha
GrößeLänge 25–30 mm
Energie3/5

Charakter

Dämmerungsaktiv, plumper Flieger, Frühjahrsinsekt

Ernährung

Käfer: Baumblätter; Larven: Wurzeln

Beschreibung

Der Feldmaikäfer ist ein großer Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer, etwa 2,5-3 Zentimeter lang. Er hat einen schwarzen Kopf und Brustschild und warm rotbraune Flügeldecken, mit typischen weißen Dreiecken an den Seiten des Hinterleibs. Sein auffälligstes Merkmal sind die Fühler, die sich beim Männchen zu einem auffälligen Fächer aus sieben Blättchen öffnen, mit denen es die Luft wittert. Sein Flug ist schwer und laut.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in ganz Europa verbreitet, in Tieflagen und niedrigen Höhen. Er bewohnt lichte Wälder, Felder, Obstgärten und baumbestandene Gärten. Die Käfer erscheinen im Frühjahr, zwischen April und Mai, woher der Name Maikäfer stammt, und fliegen vor allem in der Dämmerung um die Baumkronen.

Lebenszyklus

Er hat einen langen Entwicklungszyklus, meist drei oder vier Jahre. Die Larven, gedrungene weißliche Engerlinge in C-Form, leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Die Käfer dagegen fressen die Blätter von Bäumen wie Eichen und Buchen. Massenvermehrungen konnten einst ganze Wälder entlauben.

Wissenswertes

Früher war der Maikäfer sehr häufig und erschien in Millionen in den Mainächten; heute ist er durch Insektizideinsatz und Lebensraumverlust weit seltener. Sein plumper, lauter Flug und die fächerförmigen Fühler machen ihn unverwechselbar.

Anmerkungen und Rolle

Sowohl die Larven, die den Wurzeln schaden, als auch die Käfer, die Bäume entlauben, galten als landwirtschaftliche Schädlinge. Heute, weit weniger zahlreich, ist der Maikäfer wieder vor allem ein faszinierendes Insekt der Frühlingsabende.

Vorteile

  • Groß und unverwechselbar, mit fächerförmigen Fühlern
  • Faszinierendes Insekt der Frühlingsabende
  • Wichtige Beute für Vögel und Fledermäuse

Nachteile

  • Larven und Käfer in der Landwirtschaft schädlich
  • Weit seltener durch Insektizide und Lebensraumverlust
  • Plumper, lauter Flug, stößt oft an Hindernisse

Häufige Fragen

Warum heißt er Maikäfer?
Der Name kommt von der Zeit, in der die Käfer erscheinen: das Frühjahr, besonders zwischen April und Mai. In diesen Wochen konnte man sie früher zu Tausenden in der Dämmerung fliegen sehen.
Wozu dienen die fächerförmigen Fühler?
Die Fühler des Männchens öffnen sich zu einem Fächer aus sieben Blättchen, reich an Geruchsrezeptoren. Sie dienen dazu, die chemischen Signale der Weibchen in der Luft aufzunehmen und sich zu orientieren.
Ist er schädlich?
Sowohl die Larven, die im Boden Wurzeln benagen, als auch die Käfer, die Baumblätter fressen, galten als Schädlinge. Heute ist der Maikäfer jedoch weit weniger zahlreich, und Schäden sind selten.
Warum ist er selten geworden?
Der massive Insektizideinsatz im 20. Jahrhundert und der Verlust natürlicher Lebensräume verringerten die einst riesigen Bestände drastisch. In vielen Gegenden ist sein Frühjahrserscheinen heute nicht mehr selbstverständlich.

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