Vögel

Gabelracke

Coracias caudatus

Die Gabelracke ist einer der farbenprächtigsten Vögel Afrikas, berühmt für ihre lila Brust und den akrobatischen Balzflug.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCoracias caudatus
Lebensdauer10–15 anni
GrößeEtwa 36–38 cm samt Schwanz, Flügelspannweite 50–58 cm
Energie4/5

Charakter

Territorial, wachsam und außerordentlich kampflustig bei der Nestverteidigung

Ernährung

Insekten- und fleischfressend: Heuschrecken, Käfer, kleine Reptilien, Amphibien und Kleinvögel

Ein Regenbogen auf Flügeln

Die Gabelracke ist vielleicht der meistfotografierte Vogel afrikanischer Safaris, denn ihr Gefieder wirkt wie von Hand gemalt: Kehle und Brust in zartem Lila, Bauch und Flügel türkisblau, Rücken olivbraun, dazu lange äußere Steuerfedern, die wie schmale Bänder nachziehen. Beide Geschlechter tragen die gleichen Farben, während Jungvögeln die verlängerten Schwanzspieße noch fehlen. Es ist ein kräftiger, mittelgroßer Vogel mit starkem, hakigem Schnabel.

Lebensraum und Verbreitung

Sie lebt in baumbestandenen Savannen und offenem Buschland im östlichen und südlichen Afrika, von Kenia bis Südafrika, mit gelegentlichen Ausflügen bis zur südlichen Arabischen Halbinsel. Baumlose Gegenden meidet sie, denn sie braucht hohe Warten — die Spitze eines Baumes, einen Pfahl, einen Termitenhügel — von denen aus sie ihr Revier überblickt.

Verhalten

Sie ist eine Ansitzjägerin: reglos auf einem hohen Ast sitzend, mustert sie den Boden und stößt blitzschnell auf Insekten, kleine Reptilien, Amphibien und sogar kleine Vögel herab. Sie brütet in natürlichen Baumhöhlen, wo beide Eltern 2–4 Eier bebrüten und das Nest mit bemerkenswerter Wildheit verteidigen, selbst gegen weit größere Greifvögel. Der Name "Racke" bzw. das englische "roller" verweist auf den spektakulären Balzflug des Männchens, das hoch aufsteigt und dann in rollenden Sturzflügen herabschießt, während es raue Rufe ausstößt.

Wissenswertes

Sie gilt inoffiziell als Nationalvogel Kenias und zählt auch zu den Wahrzeichen Botswanas. Trotz ihrer grellen Farben wirkt im Flug das aufblitzende Türkis der Flügel fast wie ein Stroboskop, das Fressfeinde verwirrt.

Schutz

Die Art wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft und ist weiterhin weit verbreitet. Sie profitiert von Schutzgebieten und ihrer Anpassungsfähigkeit, leidet aber örtlich unter dem Verlust der alten Bäume, die sie zum Brüten braucht.

Vorteile

  • Eines der spektakulärsten Federkleider der Vogelwelt
  • Natürliche Regulierung von Heuschrecken und Schadinsekten
  • Leicht zu beobachten, oft paarweise auf freien Warten

Nachteile

  • Auf alte Bäume mit Höhlen zum Brüten angewiesen
  • Sehr aggressiv gegenüber anderen Vögeln in der Brutzeit

Häufige Fragen

Woher kommt der Name "Racke"?
Der Name spielt auf den Balzflug des Männchens an: Es steigt hoch auf und stürzt dann in rollenden, schwingenden Sturzflügen herab, sich fast überschlagend, während es raue, schrille Rufe ausstößt.
Wo kann man sie sehen?
In den baumbestandenen Savannen und im offenen Buschland des östlichen und südlichen Afrikas, von Kenia bis Südafrika. Sie sitzt gut sichtbar auf Baumspitzen, Pfählen oder Termitenhügeln.
Wovon ernährt sie sich?
Sie jagt von der Warte aus und stößt auf Insekten wie Heuschrecken und Käfer herab, aber auch auf kleine Reptilien, Amphibien und Kleinvögel, die sie am Boden erspäht.
Ist sie gefährdet?
Nein, sie gilt als nicht gefährdet und ist in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets häufig. Örtlich kann der Verlust großer Brutbäume ihr zusetzen.

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