Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0
Imperator-Kaiserfisch
Pomacanthus imperator
Der Imperator-Kaiserfisch ist ein spektakulärer Rifffisch mit leuchtend blauen und gelben Streifen, dessen Färbung sich vom Jung- zum Alttier radikal ändert.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv, territorial, langlebig
Ernährung
Schwämme, Manteltiere und Algen
Beschreibung
Der Imperator-Kaiserfisch ist einer der spektakulärsten und meistfotografierten Rifffische. Das erwachsene Tier hat einen ovalen, abgeflachten Körper, durchzogen von einer dichten Reihe waagerechter gelber und elektrisch blauer Streifen, mit hellem Gesicht und einer dunklen Binde über den Augen. Er wird etwa 40 Zentimeter lang. Die Jungfische dagegen haben eine völlig andere Färbung: dunkelblau mit konzentrischen weißen und hellblauen Kreisen.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt an tropischen Korallenriffen des Indopazifiks, vom Roten Meer bis nach Hawaii und zu den Austral-Inseln. Er bewohnt Riffe mit vielen Spalten und Verstecken, wo er zwischen Felsen und Korallen Zuflucht findet, oft in mäßigen Tiefen.
Verhalten und Ernährung
Er ist ein tagaktiver, territorialer Fisch, der sich vor allem von Schwämmen, Manteltieren und Algen ernährt. Sein Farbwechsel vom Jung- zum Alttier ist so ausgeprägt, dass die beiden Formen einst als verschiedene Arten beschrieben wurden. Erwachsene geben zudem knackende Laute von sich, wenn sie gestört werden.
Haltung im Aquarium
Er ist wegen seiner prächtigen Färbung ein sehr begehrter Meerwasserfisch, aber anspruchsvoll: Er braucht sehr große Becken, hervorragende Wasserqualität und eine spezialisierte Kost, die im Aquarium schwer nachzubilden ist. Er eignet sich nur für erfahrene Aquarianer.
Schutz
Er gilt als nicht gefährdet, mit stabilen Beständen und ohne größere Bedrohungen. Wie alle Riffarten hängt er jedoch von der Gesundheit der Korallen ab; der Fang für die Aquaristik sollte nachhaltig erfolgen.
Vorteile
- Spektakuläre blau-gelbe Streifenzeichnung
- Dramatischer Farbwechsel vom Jung- zum Alttier
- Langlebig, kann über zwanzig Jahre alt werden
Nachteile
- Anspruchsvoll, braucht sehr große Becken
- Spezialisierte Kost schwer nachzubilden
- Territorial gegenüber Artgenossen



