Säugetiere

Kleine Hufeisennase

Rhinolophus hipposideros

Die Kleine Hufeisennase ist eine winzige europäische Fledermaus mit charakteristischem hufeisenförmigem Nasenblatt, die sich zum Ruhen in die Flügel hüllt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRhinolophus hipposideros
Gewicht4–10 g
LebensdauerFino a 20 anni
GrößeKörper etwa 4 cm, Flügelspannweite bis 25 cm
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, empfindlich, störungsanfällig

Ernährung

Insektenfresser: kleine Insekten im Flug

Beschreibung

Die Kleine Hufeisennase ist eine der kleinsten Fledermäuse Europas, die kleinste ihrer Gattung. Ihr Körper ist nur etwa 4 Zentimeter lang, mit einer Flügelspannweite von bis zu 25 Zentimetern. Ihr auffälligstes Merkmal ist der komplexe Hautauswuchs um die Nase, das "Nasenblatt", in Form eines Hufeisens, das die Ultraschalllaute ihrer Echoortung lenkt. Ihr Fell ist graubraun auf dem Rücken und heller am Bauch. In Ruhe hüllt sie sich vollständig in ihre Flügel, wie in einen kleinen Umhang.

Lebensraum und Verbreitung

Sie ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Westasiens verbreitet. Sie bevorzugt abwechslungsreiche Landschaften mit Wäldern, Hecken und Gewässern und überwintert in Höhlen, Kellern und feuchten Untergründen. Im Sommer siedeln sich die Wochenstuben in warmen Dachböden und ruhigen Gebäuden an.

Verhalten

Sie ist eine insektenfressende Fledermaus, die in der Dämmerung und nachts jagt und kleine Insekten im Flug fängt, oft in Vegetationsnähe. Zur Orientierung und Beutefindung stößt sie Ultraschall durch die Nase aus, nicht durch den Mund wie viele andere Fledermäuse. Im Winter hält sie Winterschlaf.

Wissenswertes

Ihre Gewohnheit, sich im Ruhezustand vollständig in ihre Flügel zu hüllen, macht sie unverwechselbar. Trotz ihrer winzigen Größe kann sie erstaunlich lange leben. Sie ist sehr empfindlich gegenüber Störungen ihrer Quartiere.

Schutz

Sie gilt als nicht gefährdet, ist aber in ganz Europa geschützt und hat in vielen Gebieten starke Rückgänge erlitten. Die größten Gefahren sind die Störung der Quartiere, die Sanierung von Gebäuden und der Rückgang der Insekten durch Pestizide.

Vorteile

  • Wertvoller natürlicher Regulator kleiner Insekten
  • Feine Echoortung über das Nasenblatt
  • Langlebig, kann zwanzig Jahre erreichen

Nachteile

  • Sehr empfindlich gegenüber Quartierstörung
  • Bedroht durch Insektenschwund infolge von Pestiziden
  • Geschützte Art: darf nicht gestört werden

Häufige Fragen

Woher kommt der Name Hufeisennase?
Der Name stammt vom Nasenblatt, einem Hautauswuchs um die Nase in Form eines Hufeisens. Es dient dazu, die Ultraschalllaute zu formen und zu lenken, die die Fledermaus zur Orientierung und Echoortung ihrer Beute ausstößt.
Stimmt es, dass sie sich in die Flügel hüllt?
Ja. Anders als viele andere Fledermäuse hüllt sie sich in Ruhe vollständig in ihre Flughäute, wie in einen kleinen Umhang. Das ist eines ihrer markantesten Merkmale.
Ist es gefährlich, eine im Haus zu finden?
Nein. Sie ist ein harmloses und nützliches Tier, das sich nur von Insekten ernährt. In Europa ist sie geschützt: Sie darf nicht gestört oder entfernt werden, und für ein friedliches Miteinander kann man einen Fachmann hinzuziehen.
Wo verbringt sie den Winter?
Sie hält Winterschlaf an feuchten Orten mit stabiler Temperatur, etwa in Höhlen, Kellern und Untergründen. Dabei senkt sie ihren Stoffwechsel stark, um Energie zu sparen.

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