Foto: TJ Lin from Taiwan · CC BY-SA 2.0
Königs-Paradiesvogel
Cicinnurus regius
Der kleinste der Paradiesvögel: Der Königs-Paradiesvogel trägt ein karmesinrotes Gefieder und zwei lange Schwanzdrähte, die in smaragdgrünen Scheiben enden.
Eigenschaften
Charakter
Aktiv, baumbewohnend, mit akrobatischer Balz
Ernährung
Frucht- und Insektenfresser: Früchte und Gliederfüßer
Ein Juwel des Waldes
Der Königs-Paradiesvogel gilt als der kleinste der Paradiesvögel, mit einem kaum fünfzehn Zentimeter langen Körper und einem Gewicht von etwa 50 Gramm.
(Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 53,1 kg ist für einen Vogel dieser Größe offensichtlich falsch; das tatsächliche Gewicht beträgt nur etwa fünfzig Gramm.)
Das Männchen ist auf Rücken und Kopf leuchtend karmesinrot, mit weißem Bauch und auffälligen smaragdgrünen Federbüscheln an den Brustseiten. Aus dem Schwanz ragen zwei sehr lange nackte Drähte, die sich an den Enden zu zwei Scheiben von leuchtendem Metallgrün einrollen. Das Weibchen ist weit schlichter, bräunlich und unauffällig.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den Tieflandwäldern Neuguineas und einiger benachbarter Inseln. Er hält sich in den mittleren und unteren Schichten der Vegetation auf, wo er sich gewandt durch die Zweige bewegt und nach Nahrung sucht.
Verhalten und Balz
Er ernährt sich vor allem von Früchten und Gliederfüßern. Das Männchen führt eine außergewöhnliche Balz auf: Es plustert die Brustfedern zu zwei smaragdgrünen Fächern, lässt die Schwanzscheiben wie Pendel schwingen und zeigt sich sogar kopfüber, an einem Zweig hängend, während es mit den Flügeln vibriert. Jedes Männchen verteidigt seine eigene Bühne im Geäst, um Weibchen anzulocken.
Wissenswertes
Die grünen Scheiben an den Enden der Schwanzdrähte sind in Wirklichkeit auf sich selbst eingerollte Federn, die das Licht metallisch aufblitzen lassen. Paradiesvögel faszinierten europäische Entdecker über Jahrhunderte; sie erhielten Bälge ohne Beine und glaubten, diese Vögel setzten sich nie auf den Boden.
Schutz
Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet: Sie hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet und als stabil geltende Bestände. Der Lebensraumverlust bleibt jedoch eine mögliche langfristige Bedrohung.
Vorteile
- Der kleinste und einer der buntesten Paradiesvögel
- Spektakuläre Balz, sogar kopfüber ausgeführt
- Großes Verbreitungsgebiet und stabile Bestände
Nachteile
- Kein Haustier: spezielle Bedürfnisse eines Wildtiers
- Auf die Tieflandwälder Neuguineas angewiesen
- In dichter Vegetation schwer zu beobachten



