Säugetiere

Lippenbär

Melursus ursinus

Mit langem, zottigem Fell und sehr beweglichen Lippen ist der Lippenbär ein ungewöhnlicher Bär Südasiens, spezialisiert auf das Verschlingen von Termiten und Ameisen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMelursus ursinus
Gewicht55–145 kg
Lebensdauercirca 20-25 anni
GrößeMittelgroß bis groß: etwa 1,4-1,9 m lang
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, einzelgängerisch, wehrhaft bei Störung

Ernährung

Insekten- und Allesfresser: Termiten, Ameisen, Früchte, Honig

Ein Bär von ungewöhnlichem Aussehen

Der Lippenbär ist einer der eigentümlichsten Bären der Welt. Er hat einen kräftigen Körper, bedeckt von einem langen, zottigen, unordentlichen schwarzen Fell, oft mit einem auffälligen hellen Fleck in Form eines 'V' oder 'Y' auf der Brust. Seine Schnauze ist verlängert, mit äußerst beweglichen, vorstehenden Lippen und Nüstern, die er nach Belieben schließen kann: Anpassungen, die ihm seinen Namen gaben und die eng mit seiner besonderen Ernährung verbunden sind. Auch seine langen, gebogenen Krallen machen ihn unverwechselbar.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt auf dem indischen Subkontinent, zwischen Indien, Sri Lanka und den Nachbarländern, in Lebensräumen von Wäldern bis zu Grasländern und hügeligen Gebieten. Es ist ein Tier, das sowohl an bewaldete Gebiete als auch an offene, termitenreiche Flächen gebunden ist, seine Hauptnahrungsquelle. Er bewohnt auch Gebiete nahe menschlichen Siedlungen, was manchmal zu Begegnungen und Konflikten führt.

Verhalten und Ernährung

Der Lippenbär ist vor allem Insektenfresser: Er ernährt sich großenteils von Termiten und Ameisen, die er durch das Öffnen der Nester mit seinen kräftigen Krallen aufstöbert. Dann saugt er dank seiner Greiflippen und verschließbaren Nüstern die Insekten buchstäblich wie ein kräftiger lebender 'Staubsauger' auf und erzeugt dabei Geräusche, die selbst aus der Ferne hörbar sind. Er ergänzt seine Ernährung mit Früchten und Honig, den er liebt. Er ist überwiegend nachtaktiv und kann sich trotz seines plumpen Aussehens überraschend schnell und entschlossen verteidigen.

Wissenswertes

Anders als viele andere Bären hält der Lippenbär keinen Winterschlaf. Weibchen zeigen ein besonderes Mutterverhalten: Sie tragen ihre Jungen oft auf dem Rücken, ein charakteristisches Bild dieser Art. Seine sehr beweglichen Lippen machen ihn zu einem der eigentümlichsten Säugetiere in der Art, wie es frisst.

Schutz

Der Lippenbär wird als gefährdete Art eingestuft. Die Hauptbedrohungen sind Lebensraumverlust und -zerschneidung, Wilderei und Konflikte mit dem Menschen. In der Vergangenheit wurde er zudem traurigerweise für Vorführungen ausgebeutet. Der Schutz seiner Wälder und die Verringerung der Konflikte mit den lokalen Gemeinschaften sind unerlässlich, um diesem einzigartigen Bären eine Zukunft zu sichern.

Vorteile

  • Einzigartige Anpassungen zum Fressen von Termiten
  • Wertvoller Regulator sozialer Insekten
  • Faszinierendes Mutterverhalten (Junge auf dem Rücken)

Nachteile

  • Gefährdete Art
  • Kann in Konflikt mit dem Menschen geraten
  • Bedroht durch Wilderei und Lebensraumverlust

Häufige Fragen

Warum heißt er Lippenbär?
Wegen seiner äußerst beweglichen, vorstehenden Lippen, die ihm zusammen mit den verschließbaren Nüstern erlauben, Termiten und Ameisen wie ein lebender Staubsauger aus den Nestern zu saugen. Es ist eine einzigartige, mit seiner Ernährung verbundene Anpassung.
Was frisst der Lippenbär?
Er ernährt sich vor allem von Termiten und Ameisen, die er durch das Öffnen der Nester mit seinen kräftigen Krallen aufstöbert und mit seinen Greiflippen aufsaugt. Er ergänzt seine Ernährung mit Früchten und Honig, den er besonders liebt.
Hält der Lippenbär Winterschlaf?
Nein, anders als viele andere Bären hält er keinen Winterschlaf. Er bleibt das ganze Jahr aktiv, vor allem nachts, und nutzt das Angebot an Insekten und Früchten in seiner tropischen Umgebung.
Stimmt es, dass die Weibchen ihre Jungen auf dem Rücken tragen?
Ja. Lippenbär-Weibchen tragen ihre Jungen oft an den Rücken geklammert, ein charakteristisches Mutterverhalten und ein typisches Bild dieser Art.

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