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Großer Kaninchennasenbeutler
Macrotis lagotis
Mit seinen langen Kaninchenohren, der spitzen Schnauze und dem geschopften Schwanz ist der Große Kaninchennasenbeutler ein kleiner grabender Beutler, ein nächtliches Symbol der australischen Wüsten.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, einzelgängerisch, großer Gräber
Ernährung
Allesfresser: Insekten, Samen, Früchte, Zwiebeln und Pilze
Ein Beutler mit Kaninchenohren
Der Große Kaninchennasenbeutler, auch Bilby genannt, ist der größte der Nasenbeutler, einer Gruppe australischer Beuteltiere, und hat ein unverwechselbares Aussehen. Seine Ohren sind lang und dünn, denen eines Kaninchens sehr ähnlich, und helfen ihm auch, Wärme abzugeben. Seine Schnauze ist spitz zulaufend, geeignet, im Boden zu wühlen, während sein Fell weich und von blaugrauer Farbe mit bräunlichen Tönen ist. Sein Schwanz ist lang, schwarz und weiß, mit einem charakteristischen Haarschopf. Seine Vorderbeine sind kräftig und mit starken Krallen ausgestattet, perfekten Werkzeugen zum Graben.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist ein Bewohner der Wüsten und ariden Gebiete Australiens. Einst in weiten Teilen des Kontinents verbreitet, ist sein Vorkommen heute auf einige Gebiete des Nordwestens und des Zentrums beschränkt. Er lebt in tiefen Bauen, die er in den Boden gräbt, oft spiralförmig, in denen er die Tagesstunden geschützt vor Hitze und Fressfeinden verbringt.
Verhalten und Ernährung
Der Bilby ist nachtaktiv: Er verlässt seinen Bau bei Dunkelheit, um Nahrung zu suchen. Er ist ein Allesfresser und ernährt sich von Insekten, Samen, Früchten, Zwiebeln und Pilzen, die er dank seines ausgezeichneten Geruchssinns und feinen Gehörs ortet und dann mit den Krallen ausgräbt. Durch ständiges Graben trägt er dazu bei, den Boden zu durchmischen und zu belüften, und spielt eine nützliche Rolle für das Wüstenökosystem.
Schutz und Wissenswertes
Der Große Kaninchennasenbeutler wird als gefährdete Art eingestuft: Lebensraumverlust, Krankheiten und vor allem vom Menschen eingeführte Raubtiere wie Füchse und Katzen haben seine Bestände drastisch verringert. In Australien ist er zu einem Symbol des Naturschutzes geworden, sodass in manchen Osterbräuchen der 'Osterhase' durch den 'Osterbilby' ersetzt wird, um für seinen Schutz zu sensibilisieren.
Vorteile
- Unverwechselbares Aussehen mit Kaninchenohren
- Hervorragender Gräber, belüftet den Boden
- Ausgezeichneter Geruchssinn und Gehör
- Symbol des australischen Naturschutzes
Nachteile
- Gefährdete Art
- Durch eingeführte Füchse und Katzen bedroht
- Areal stark verringert gegenüber der Vergangenheit



