Rotes Riesenkänguru

Foto: Bidgee · CC BY 3.0

Säugetiere

Rotes Riesenkänguru

Macropus rufus

Das größte lebende Beuteltier und ein Symbol Australiens: Das Rote Riesenkänguru durchquert die trockenen Ebenen in kraftvollen Sprüngen und legt große Strecken mit erstaunlicher Effizienz zurück.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMacropus rufus
Gewicht25-90 kg
Lebensdauer15-20 anni
GrößeGroß
Energie4/5

Charakter

Gesellig, lebt in wechselnden Gruppen namens „Mobs". Überwiegend friedlich und pflanzenfressend; Männchen tragen rituelle Kämpfe mit Schwanz und Hinterbeinen aus.

Ernährung

Pflanzenfresser: Gräser und Vegetation der ariden Ebenen, mit großer Fähigkeit, Trockenheit zu überstehen.

Der Riese unter den Beuteltieren

Das Rote Riesenkänguru ist das größte lebende Beuteltier und eines der berühmtesten Symbole Australiens. Männchen können achtzig Kilogramm erreichen und überschreiten und, aufrecht auf Hinterbeinen und Schwanz, sich zwei Metern Höhe nähern. Das Fell des Männchens neigt zu einem charakteristischen Rotbraun, während das kleinere Weibchen oft blaugrau ist. Der Körper ist zum Springen gebaut: kräftige Hinterbeine, ein langer, muskulöser Schwanz, der als Balancierstange und dritte Stütze dient, und kleine Vordergliedmaßen.

Eine einzigartige Fortbewegung

Das Rote Riesenkänguru bewegt sich durch Springen fort, eine außerordentlich effiziente Gangart. Dank der elastischen Sehnen seiner Hinterbeine, die Energie wie Federn speichern und zurückgeben, kann es lange Strecken mit wenig Energie zurücklegen und hohe Geschwindigkeiten erreichen. Ein einzelner Sprung kann mehrere Meter überbrücken. Bei langsamem Tempo bewegt es sich hingegen unbeholfen, auf Schwanz und Vorderbeine gestützt, doch sobald es beschleunigt, wird es zum unvergleichlichen Athleten.

Wo es lebt

Es kommt in den weiten ariden und semiariden Ebenen des australischen Inlands vor. Es ist perfekt an eine wasserarme Umgebung angepasst: Es ernährt sich von Gräsern und anderer Vegetation und kann lange Trockenperioden überstehen. Es lebt in Gruppen, „Mobs" genannt, deren Zusammensetzung sich fortwährend ändert.

Der Beutel und die Jungen

Wie alle Beuteltiere besitzt das Weibchen einen Beutel. Das Junge, Joey genannt, wird nach sehr kurzer Tragzeit als winziger Embryo geboren, klettert selbst bis zum Beutel hinauf und bleibt dort Monate, wobei es seine Entwicklung an einer Zitze vollendet. Das Weibchen kann mehrere Fortpflanzungsstadien zugleich steuern, eine Anpassung, die es ihm erlaubt, günstige Zeiten bestmöglich zu nutzen.

Verhalten und Schutz

Männchen tragen berühmte Kämpfe aus, indem sie sich auf den Schwanz stützen, um mit den Hinterbeinen zu schlagen. Das Rote Riesenkänguru ist eine häufige und ungefährdete Art: Seine Bestände sind zahlreich und stabil in weiten Teilen seines Verbreitungsgebiets. Es ist ein zentrales Element der ariden Ökosysteme Australiens und eine weltweit bekannte nationale Ikone.

Häufige Fragen

Wie groß wird ein Rotes Riesenkänguru?
Es ist das größte lebende Beuteltier. Männchen können achtzig Kilogramm überschreiten und sich aufrecht zwei Metern Höhe nähern. Weibchen sind deutlich kleiner und von grauerer Farbe.
Wie springt das Känguru so effizient?
Die Sehnen seiner kräftigen Hinterbeine wirken wie Federn und speichern und geben bei jedem Sprung Energie zurück. So kann es lange Strecken zurücklegen und hohe Geschwindigkeiten erreichen, während es wenig Energie verbraucht.
Was ist ein Joey?
Es ist das Junge des Kängurus. Es wird nach sehr kurzer Tragzeit als winziger Embryo geboren, klettert selbst bis zum Beutel der Mutter hinauf und bleibt dort Monate, wobei es seine Entwicklung an einer Zitze vollendet.
Wozu dient der Schwanz des Kängurus?
Der lange, muskulöse Schwanz hat mehrere Funktionen: Er dient als Balancierstange beim Springen, als dritte Stütze, wenn das Tier sich langsam bewegt oder stillsteht, und als Stützpunkt in Kämpfen zwischen Männchen.

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