Vögel

Mandarinente

Aix galericulata

Mit seinem spektakulären, leuchtend gefärbten Gefieder gilt das Männchen der Mandarinente als eine der schönsten Enten der Welt und als Symbol der Liebe.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameAix galericulata
Gewicht0,4–0,7 kg
Lebensdauer6–7 anni
GrößeKlein: etwa 40-50 cm lang
Energie3/5

Charakter

Scheu, elegant, an ruhige Gewässer und Wälder gebunden

Ernährung

Allesfresser: Samen, Eicheln, Wasserpflanzen, Insekten

Eine Ente von spektakulären Farben

Die Mandarinente ist ein kleiner Wasservogel, berühmt für die außergewöhnliche Schönheit des Männchens. In der Brutzeit trägt das Männchen ein unverwechselbares Gefieder: orangefarbene 'Backenbart'-Wangen, eine Haube am Kopf mit grünen und violetten Schimmern, eine purpurne Brust und vor allem zwei auffällige orange 'Segel', die aufgerichtet auf dem Rücken stehen und aus umgebildeten Federn bestehen. Das Weibchen hat dagegen schlichte Farben, mit graubraunen Tönen und einer eleganten Zeichnung um das Auge, ein getarntes Kleid, ideal zum Brüten verborgen vor Blicken.

Lebensraum und Verbreitung

Ursprünglich aus Ostasien, insbesondere aus China, Japan und Korea, bewohnt die Mandarinente kleine Seen, langsame Flüsse und von Wald umgebene Teiche. Sie ist nämlich stärker an Bäume gebunden als viele andere Enten: Sie brütet in Höhlungen von Baumstämmen, auch in beträchtlicher Höhe über dem Boden. Vom Menschen eingeführte Populationen haben sich auch in einigen Teilen Europas etabliert, wo sie heute frei brüten.

Verhalten

Es ist eine eher scheue Ente, die ruhige, von Vegetation gesäumte Gewässer liebt. Sie ernährt sich von Samen, Eicheln, Wasserpflanzen, Insekten und kleinen Wirbellosen, mit einer je nach Jahreszeit wechselnden Ernährung. Ein überraschender Moment ist der der frisch geschlüpften Jungen: Um das Wasser zu erreichen, springen die Küken mutig aus dem hoch im Baum gelegenen Nest und gleiten dank ihres sehr geringen Gewichts unverletzt zu Boden.

Wissenswertes

In China und Japan ist die Mandarinente seit Jahrhunderten ein Symbol für Liebe, Treue und eheliches Glück, da man glaubte, die Paare blieben zusammen. Deshalb kehrt ihr Bild oft in der ostasiatischen Kunst wieder und wird traditionell mit Glückwünschen für Brautpaare verbunden.

Schutz

Die Mandarinente wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit weit verbreiteten Beständen. Lokal kann sie unter dem Verlust der bewaldeten und feuchten Lebensräume leiden, die sie zum Nisten braucht. Der Schutz bewaldeter Feuchtgebiete bleibt wichtig, um ihr für die Fortpflanzung geeignete Lebensräume zu sichern.

Vorteile

  • Männchengefieder zählt zu den schönsten der Welt
  • Brütet in Bäumen, ungewöhnliches Verhalten
  • Weit verbreitete, nicht bedrohte Bestände

Nachteile

  • Das Männchen verliert außerhalb der Saison seine leuchtenden Farben
  • Empfindlich gegenüber dem Verlust von Wäldern und Feuchtgebieten
  • Scheu und nicht immer leicht zu nähern

Häufige Fragen

Warum ist die Mandarinente so farbenprächtig?
Nur das Männchen trägt in der Brutzeit das spektakuläre Gefieder mit orangefarbenen 'Backenbärten' und aufgerichteten Segeln auf dem Rücken: Es dient dazu, das Weibchen zu gewinnen. Dieses hat dagegen schlichte, getarnte Farben, ideal zum sicheren Brüten.
Wo brütet die Mandarinente?
Anders als viele Enten brütet sie in Baumhöhlen, sogar in beträchtlicher Höhe. Deshalb ist sie an die Wälder gebunden, die die Gewässer umgeben, an denen sie lebt.
Stimmt es, dass die Küken aus den Bäumen springen?
Ja. Kurz nach dem Schlüpfen springen die Küken, um das Wasser zu erreichen, aus dem hoch im Baum gelegenen Nest und gleiten zu Boden. Dank ihres sehr geringen Gewichts kommen sie unverletzt an und folgen der Mutter zum Wasser.
Warum ist sie im Osten ein Symbol der Liebe?
In China und Japan ist die Mandarinente seit Jahrhunderten ein Symbol für Liebe und eheliche Treue, weil man glaubte, die Paare blieben zusammen. Ihr Bild wird traditionell mit Glückwünschen für Brautpaare verbunden.

Das könnte dich interessieren