Foto: 星外之神 · CC BY-SA 4.0
Mandarinente
Aix galericulata
Mit seinem spektakulären, leuchtend gefärbten Gefieder gilt das Männchen der Mandarinente als eine der schönsten Enten der Welt und als Symbol der Liebe.
Eigenschaften
Charakter
Scheu, elegant, an ruhige Gewässer und Wälder gebunden
Ernährung
Allesfresser: Samen, Eicheln, Wasserpflanzen, Insekten
Eine Ente von spektakulären Farben
Die Mandarinente ist ein kleiner Wasservogel, berühmt für die außergewöhnliche Schönheit des Männchens. In der Brutzeit trägt das Männchen ein unverwechselbares Gefieder: orangefarbene 'Backenbart'-Wangen, eine Haube am Kopf mit grünen und violetten Schimmern, eine purpurne Brust und vor allem zwei auffällige orange 'Segel', die aufgerichtet auf dem Rücken stehen und aus umgebildeten Federn bestehen. Das Weibchen hat dagegen schlichte Farben, mit graubraunen Tönen und einer eleganten Zeichnung um das Auge, ein getarntes Kleid, ideal zum Brüten verborgen vor Blicken.
Lebensraum und Verbreitung
Ursprünglich aus Ostasien, insbesondere aus China, Japan und Korea, bewohnt die Mandarinente kleine Seen, langsame Flüsse und von Wald umgebene Teiche. Sie ist nämlich stärker an Bäume gebunden als viele andere Enten: Sie brütet in Höhlungen von Baumstämmen, auch in beträchtlicher Höhe über dem Boden. Vom Menschen eingeführte Populationen haben sich auch in einigen Teilen Europas etabliert, wo sie heute frei brüten.
Verhalten
Es ist eine eher scheue Ente, die ruhige, von Vegetation gesäumte Gewässer liebt. Sie ernährt sich von Samen, Eicheln, Wasserpflanzen, Insekten und kleinen Wirbellosen, mit einer je nach Jahreszeit wechselnden Ernährung. Ein überraschender Moment ist der der frisch geschlüpften Jungen: Um das Wasser zu erreichen, springen die Küken mutig aus dem hoch im Baum gelegenen Nest und gleiten dank ihres sehr geringen Gewichts unverletzt zu Boden.
Wissenswertes
In China und Japan ist die Mandarinente seit Jahrhunderten ein Symbol für Liebe, Treue und eheliches Glück, da man glaubte, die Paare blieben zusammen. Deshalb kehrt ihr Bild oft in der ostasiatischen Kunst wieder und wird traditionell mit Glückwünschen für Brautpaare verbunden.
Schutz
Die Mandarinente wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit weit verbreiteten Beständen. Lokal kann sie unter dem Verlust der bewaldeten und feuchten Lebensräume leiden, die sie zum Nisten braucht. Der Schutz bewaldeter Feuchtgebiete bleibt wichtig, um ihr für die Fortpflanzung geeignete Lebensräume zu sichern.
Vorteile
- Männchengefieder zählt zu den schönsten der Welt
- Brütet in Bäumen, ungewöhnliches Verhalten
- Weit verbreitete, nicht bedrohte Bestände
Nachteile
- Das Männchen verliert außerhalb der Saison seine leuchtenden Farben
- Empfindlich gegenüber dem Verlust von Wäldern und Feuchtgebieten
- Scheu und nicht immer leicht zu nähern



