Fische

Nördlicher Sterngucker

Astroscopus guttatus

Ein Lauerjäger des amerikanischen Atlantiks: Der Nördliche Sterngucker liegt im Sand vergraben, die Augen zum Himmel gerichtet, und kann sogar elektrische Schläge erzeugen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameAstroscopus guttatus
GrößeMittelgroß, bis etwa 50 cm
Energie1/5

Charakter

Ortstreu, getarnt, Lauerjäger

Ernährung

Fleischfresser: Fische und Krebstiere aus dem Hinterhalt eingesaugt

Ein Fisch, der die Sterne betrachtet

Der Nördliche Sterngucker verdankt seinen Namen der Lage seiner Augen: Sie sitzen auf der Oberseite eines großen, flachen, kastenförmigen Kopfes und sind nach oben gerichtet, als blicke er zum Himmel. Auch das Maul zeigt nach oben und ist oft von kleinen Hautfransen gesäumt. Der Körper ist gedrungen, langgestreckt und abgeflacht — ein anatomischer Bauplan, ideal für ein Leben, das im sandigen Meeresgrund vergraben verbracht wird. Er kann etwa fünfzig Zentimeter lang werden.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt entlang der Atlantikküsten der östlichen USA, zwischen North Carolina und New York, auf sandigen Böden bis in etwa hundert Meter Tiefe. Von seiner südlichen Schwesterart unterscheidet er sich durch die zahlreichen kleinen, eng stehenden weißen Flecken auf Kopf und Rücken.

Jagd und elektrische Abwehr

Er ist ein Lauerjäger: Er gräbt sich ein und lässt nur Augen und Maul frei, dann wartet er reglos, bis Fische und Krebstiere über ihn hinwegziehen, um sie mit einem plötzlichen Schnappen einzusaugen. Seine außergewöhnlichste Waffe ist die Elektrizität: Hinter den Augen besitzt er aus den Augenmuskeln umgebildete elektrische Organe, die Schläge erzeugen, um Beute zu betäuben und sich zu verteidigen. Er ist einer der ganz wenigen Meeresfische, die Strom erzeugen können.

Wissenswertes

Die Kombination aus Tarnung, elektrischer Fähigkeit und Saugmaul macht ihn zu einem nahezu unsichtbaren, tödlichen Jäger. Er gilt als guter Speisefisch, wird aber wegen seiner verborgenen Lebensweise nur selten gefangen.

Schutz

Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet: Sie ist in ihrem Verbreitungsgebiet relativ häufig und gilt nicht als bedroht.

Vorteile

  • Augen auf der Kopfoberseite, einzigartig
  • Einer der wenigen Meeresfische, die Elektrizität erzeugen
  • Perfekte Tarnung unter dem Sand

Nachteile

  • Kann elektrische Schläge austeilen: vorsichtig handhaben
  • Schwer zu beobachten, fast immer eingegraben
  • Kein Fisch für das Heimaquarium

Häufige Fragen

Warum heißt er Sterngucker?
Weil seine Augen auf der Oberseite des flachen Kopfes sitzen und nach oben gerichtet sind, als betrachte er den Himmel. Auch das Maul zeigt nach oben.
Stimmt es, dass er Elektrizität erzeugt?
Ja. Hinter den Augen besitzt er aus den Augenmuskeln umgebildete elektrische Organe, mit denen er Schläge erzeugt, um Beute zu betäuben und sich zu verteidigen. Nur wenige Meeresfische können das.
Wie jagt er?
Er gräbt sich ein und lässt nur Augen und Maul frei, wartet reglos und saugt vorbeiziehende Beute in einem Augenblick ein.
Ist er für den Menschen gefährlich?
Er ist nicht aggressiv, doch der elektrische Schlag und das Maul können überraschen: Man sollte ihn nicht mit bloßen Händen anfassen, besonders lebend.

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