Foto: Henryk Niestrój · CC BY 4.0
Siamesischer Kampffisch
Betta splendens
Mit seinen lebhaften Farben und fließenden Flossen ist der Siamesische Kampffisch einer der beliebtesten Aquarienfische, berühmt für seine Schönheit und sein territoriales Wesen.
Eigenschaften
Charakter
Territorial, Männchen sind untereinander aggressiv
Ernährung
Fleischfresser: spezifisches Futter, kleine Wirbellose
Ein Fisch von außergewöhnlicher Schönheit
Der Siamesische Kampffisch, oder Betta, ist einer der bekanntesten und beliebtesten Aquarienfische der Welt. Es ist ein kleiner Fisch, berühmt vor allem für die spektakuläre Vielfalt an Farben und Flossenformen, die in Gefangenschaft gezüchtet wurden: von intensivem Rot über Blau und Violett bis Weiß, oft mit langen, breiten, fließenden Flossen, die ihm ein elegantes und königliches Aussehen verleihen. In der Natur ist die Wildform schlichter, mit weniger auffälligen Farben als die vielen Zuchtexemplare.
Herkunft und Lebensraum
Ursprünglich aus Südostasien, lebt der Kampffisch in der Natur in warmen, stehenden, flachen Gewässern: Reisfeldern, Teichen, Kanälen und Sümpfen, reich an Vegetation. Diese Umgebungen sind oft sauerstoffarm, und der Fisch hat eine außergewöhnliche Anpassung entwickelt: ein besonderes Organ, das Labyrinth, das es ihm erlaubt, Luft direkt von der Oberfläche zu atmen, zusätzlich zu den Kiemen.
Verhalten und Wesen
Der Name 'Kampffisch' stammt vom territorialen Verhalten der Männchen, die einander gegenüber sehr aggressiv sind: Zwei Männchen im selben Raum neigen dazu zu kämpfen. Deshalb müssen die Männchen im Aquarium einzeln oder mit äußerster Vorsicht gehalten werden. Die Männchen bauen zudem kuriose 'Schaumnester' an der Wasseroberfläche, aus Luftblasen und Speichel, in denen sie die Eier bewachen und schützen.
Aquarienpflege
Trotz seines Rufs als 'einfacher' Fisch hat der Kampffisch genaue Bedürfnisse, die beachtet werden müssen. Entgegen einem alten Klischee darf er nicht in winzigen Gläsern gehalten werden: Er braucht ein Aquarium angemessener Größe, mit warmem, auf stabile Temperatur beheiztem, sauberem Wasser und einigen Pflanzen und Verstecken. Er sollte mit spezifischem Futter und ohne Übermaß gefüttert werden. Mit der richtigen Pflege ist er ein faszinierender und langlebiger Gefährte.
Schutz
Während die Zuchtformen äußerst verbreitet sind, gilt die Wildart in der Natur als gefährdet, bedroht durch den Verlust und die Verschmutzung der Feuchtgebiete, in denen sie lebt. Der Gegensatz zwischen der enormen Verbreitung im Aquarium und der Fragilität der Wildbestände erinnert an die Bedeutung des Schutzes der natürlichen Herkunftslebensräume.
Vorteile
- Farben und Flossen von außergewöhnlicher Schönheit
- Atmet Luft dank des Labyrinthorgans
- Faszinierend und relativ langlebig
- Kuriose Verhaltensweisen wie das Schaumnest
Nachteile
- Männchen können nicht zusammenleben: sie sind aggressiv
- Darf nicht im Glas gehalten werden: ein echtes beheiztes Aquarium ist nötig
- Die Wildart ist in der Natur gefährdet



