Riemenfisch

Foto: Sandstein · CC BY 3.0

Fische

Riemenfisch

Regalecus glesne

Der Riemenfisch, im Englischen „König der Heringe“, ist der längste Knochenfisch der Welt: ein silbernes Band der Tiefsee von mehreren Metern Länge.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRegalecus glesne
LebensdauerSconosciuta
GrößeIm Schnitt ~5 m, bis über 8 m
Energie2/5

Charakter

Scheu, Tiefseebewohner, lebend fast nie gesehen

Ernährung

Planktonfressend: Krill, Plankton und kleine Krebstiere

Das silberne Band der Tiefsee

Regalecus glesne, der Riemenfisch, ist der längste lebende Knochenfisch der Welt. Er hat einen extrem lang gestreckten, seitlich abgeflachten Körper wie ein langes silbernes Band, überragt von einer auffälligen roten Rückenflosse, die über die gesamte Länge verläuft und am Kopf einen federartigen Kamm bildet. Er misst im Durchschnitt etwa fünf Meter, außergewöhnliche Exemplare sind weit länger. Er hat keine Schuppen, sondern eine glatte, silbrige Haut.

Lebensraum und Verbreitung

Er hat eine weltweite Verbreitung in allen Ozeanen mit Ausnahme der Polarregionen. Er lebt im offenen Meer, in der mesopelagischen Zone, meist zwischen 200 und 1000 Metern Tiefe. Deshalb wird er lebend nur selten beobachtet: Das meiste Wissen stammt von gestrandeten oder sterbenden Exemplaren.

Verhalten

Über seine Lebensweise ist wenig bekannt. Er schwimmt in senkrechter oder wellenförmiger Haltung und bewegt dabei seine lange Rückenflosse; er ernährt sich, indem er kleine Planktonorganismen, Krill und winzige Krebstiere filtert. 2013 filmten ferngesteuerte Unterwasserroboter endlich lebende Tiere in der Tiefe und ermöglichten die ersten Beschreibungen seines natürlichen Verhaltens.

Wissenswertes und Legenden

Wegen seiner schlangenartigen Gestalt nährten Funde gestrandeter Riemenfische viele Erzählungen von „Seeschlangen“. In Japan ist er mit dem Volksglauben verbunden, das Auftauchen dieser Fische an der Oberfläche kündige Erdbeben an — eine wissenschaftlich nicht bestätigte Verknüpfung.

Schutz

Die Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet. Da sie in der Tiefsee lebt, ist sie dem direkten Fischereidruck kaum ausgesetzt, doch die geringe Datenlage erschwert eine genaue Einschätzung ihrer Bestände.

Vorteile

  • Der längste Knochenfisch der Welt
  • Spektakuläre, legendenumwobene Erscheinung
  • Ungefährdet, lebt fern der Fischerei

Nachteile

  • Biologie noch wenig bekannt
  • Selten beobachtbar, lebt in der Tiefe

Häufige Fragen

Wie lang ist der Riemenfisch?
Er ist der längste Knochenfisch der Welt: im Schnitt etwa fünf Meter, wobei von weit längeren Ausnahmeexemplaren berichtet wird. Seine Maximalgröße ist nicht sicher bekannt.
Sagt er wirklich Erdbeben voraus?
Es ist ein Volksglaube, vor allem in Japan, dass das Auftauchen dieser Fische an der Oberfläche Erdbeben ankündige. Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg für diesen Zusammenhang.
Wo lebt er?
In allen Ozeanen außer den Polarregionen, im offenen Meer und meist in Tiefen zwischen 200 und 1000 Metern.
Ist er gefährlich?
Nein, er ist völlig harmlos. Er ernährt sich, indem er kleine Planktonorganismen wie Krill und winzige Krebstiere filtert, und hat keine Zähne für große Beute.

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