Säugetiere

Riesenotter

Pteronura brasiliensis

Der Riesenotter ist der längste Marder, ein geselliger und lautstarker Wasserjäger der Amazonasflüsse, der in eng verbundenen Familiengruppen lebt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NamePteronura brasiliensis
Gewichtcirca 22–32 kg
GrößeBis etwa 1,8 m lang
Energie4/5

Charakter

Tagaktiv, gesellig und lautstark; lebt in eng verbundenen Familiengruppen.

Ernährung

Fleischfresser: vor allem Fisch, auch Krabben und kleine Kaimane.

Der Riese der Amazonasflüsse

Der Riesenotter (Pteronura brasiliensis) ist der längste Vertreter der Marder (Mustelidae): Er kann etwa 1,8 Meter lang werden und zwischen 22 und 32 kg wiegen. (Hinweis: Der bei Wikidata angegebene Massewert von 200 kg ist offensichtlich falsch — der Riesenotter wiegt etwa 22–32 kg.) Er hat einen schlanken, muskulösen Körper, dichtes, samtiges braunes Fell, Schwimmhäute und einen langen, abgeflachten Schwanz, der ihn zu einem sehr schnellen Schwimmer macht. An der Kehle trägt er einen hellen Fleck, dessen Muster bei jedem Tier einzigartig ist und wie ein Ausweis wirkt.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den großen Flüssen, Lagunen und Feuchtgebieten Südamerikas, vor allem in den Einzugsgebieten von Amazonas und Orinoco sowie im Pantanal. Er braucht klares, fischreiches Wasser und Ufer, die sich zum Graben von Bauen eignen.

Verhalten und Nahrung

Er ist ein tagaktiver und bemerkenswert geselliger Räuber: Er lebt in eng verbundenen Familiengruppen von drei bis acht Tieren, die sich um ein dominantes Brutpaar scharen und gemeinsam jagen und verteidigen. Er ernährt sich vor allem von Fisch, aber auch von Krabben und sogar kleinen Kaimanen. Er ist der lauteste Otter und nutzt ein reiches Repertoire unterschiedlicher Rufe für Alarm, Aggression oder Beschwichtigung.

Wussten Sie schon?

Er ist territorial: Gruppen markieren die Ufer mit gemeinsamen Latrinen und können mit Nachbarn zusammenstoßen. In manchen lokalen Sprachen heißt er „lobo del río", Flusswolf, wegen seiner Natur als Gruppenjäger.

Schutz

Die IUCN führt ihn als stark gefährdet (Endangered). Einst wurde er für sein wertvolles Fell fast ausgerottet; heute sind die Hauptgefahren die Zerstörung der Flusslebensräume, Verschmutzung (darunter Quecksilber aus dem Goldabbau) und menschliche Störung.

Vorteile

  • Der längste der Marder
  • Kooperatives Sozialleben in Familiengruppen
  • Sehr schneller, wendiger Schwimmer

Nachteile

  • Stark gefährdet
  • Sehr empfindlich gegenüber Flussverschmutzung
  • Braucht weite Strecken klaren, fischreichen Wassers

Häufige Fragen

Wie groß ist der Riesenotter?
Er ist der längste Marder: Er kann etwa 1,8 Meter erreichen und 22 bis 32 kg wiegen. Die in manchen Datenbanken genannten 200 kg sind ein offensichtlicher Fehler.
Warum lebt er in Gruppen?
Anders als viele einzelgängerische Marder ist er sehr gesellig: Familiengruppen um ein dominantes Paar jagen, ziehen die Jungen auf und verteidigen ihr Revier gemeinsam.
Warum ist er gefährdet?
Einst wurde er für sein Fell fast ausgerottet. Heute bedrohen ihn der Verlust der Flusslebensräume, Verschmutzung — darunter Quecksilber aus Goldminen — und menschliche Störung.

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