Flusspferd
Hippopotamus amphibius
Ein Flussriese von friedlichem Aussehen, aber überraschend gefährlich: Das Flusspferd verbringt seine Tage im Wasser und seine Nächte grasend in der Savanne.
Eigenschaften
Charakter
Territorial, unberechenbar und aggressiv trotz pflanzlicher Ernährung, besonders im Wasser und zur Verteidigung der Jungen. Es lebt in Gruppen unter Führung eines dominanten Männchens.
Ernährung
Pflanzenfresser: Es grast nachts an Land und legt dabei mehrere Kilometer zurück.
Ein halbaquatischer Riese
Das Flusspferd ist eines der größten Landsäugetiere, mit einem massigen, tonnenförmigen Körper, kurzen kräftigen Beinen und einem enormen Kopf mit einem Maul, das sich eindrucksvoll aufreißen lässt. Ein erwachsenes Tier kann über anderthalb Tonnen wiegen, in manchen Fällen drei Tonnen überschreiten. Die dicke, nahezu haarlose Haut sondert eine rötliche, ölige Substanz ab, die als natürlicher Sonnenschutz und antibakterielles Mittel wirkt. Trotz seines plumpen Aussehens ist das Flusspferd im Wasser wendig und kann an Land überraschend schnell laufen.
Ein Leben zwischen Wasser und Land
Der Name Hippopotamus bedeutet „Flusspferd" und spiegelt seine Gewohnheiten gut wider. Es verbringt einen großen Teil des Tages in Flüssen und Seen untergetaucht, wo das Wasser sein enormes Gewicht trägt und es vor Hitze und Sonne schützt. Augen, Ohren und Nüstern sitzen hoch am Kopf, um an der Luft zu bleiben, während der Rest des Körpers untergetaucht ist. Bei Einbruch der Nacht verlässt es das Wasser zum Grasen und legt dabei mehrere Kilometer auf der Suche nach Gras zurück.
Ein gefährlicher Pflanzenfresser
Trotz seiner rein pflanzlichen Ernährung gilt das Flusspferd als eines der gefährlichsten Tiere Afrikas. Es ist territorial, unberechenbar und sehr aggressiv, besonders im Wasser und zur Verteidigung seiner Jungen. Männchen tragen heftige Kämpfe aus, reißen ihre Kiefer auf und setzen die großen Hauer der unteren Eckzähne ein, die lebenslang wachsen.
Sozialleben
Flusspferde leben in Gruppen, die von wenigen bis zu mehreren Dutzend Tieren reichen, geführt von einem dominanten Männchen, das einen Flussabschnitt kontrolliert. Die Verständigung erfolgt über kräftige Laute, von denen einige sogar unter Wasser geäußert werden.
Schutz
Das Flusspferd ist als gefährdete Art (Vorwarnstufe) eingestuft. Die Hauptgefahren sind Lebensraumverlust, die Abnahme der Wasserressourcen und die Wilderei wegen des Fleisches und der Zähne. Der Schutz dieser Art hängt vom Erhalt der Gewässer und der afrikanischen Lebensräume ab, in denen sie lebt.



