Ringelnatter
Natrix natrix
Eigenschaften
Charakter
Eine tagaktive, wasserlebende, scheue Wildschlange von ausgesprochen friedlichem Wesen, völlig harmlos. Beim Menschen flieht sie, am liebsten ins Wasser tauchend. In die Enge getrieben, beißt sie fast nie, sondern inszeniert theatralische Abwehr: sie stellt sich tot (auf den Rücken gedreht) und sondert aus der Kloake einen üblen Geruch ab, zischt und täuscht Angriffe mit geschlossenem Maul vor. Sie ist KEIN Tier zum Anfassen aus Spaß: geschützte, nützliche Wildfauna, eine Amphibienräuberin, an Feuchtgebieten zu beobachten und zu respektieren, niemals mit einer Viper zu verwechseln.
Ernährung
Ein ungiftiger Wasserräuber mit vor allem auf Amphibien beruhender Kost: Frösche, Kröten, Laubfrösche, Molche und deren Kaulquappen sowie im Wasser gefangene Fische und gelegentlich Kleinsäuger, Eidechsen und Nestlinge. Sie jagt schwimmend und durchstreift Teiche, Gräben und Ufer und packt die Beute, ohne Gift und ohne Umschlingen, mit dem Kiefer und verschlingt sie lebend und ganz. Ihre enge Abhängigkeit von Amphibien macht sie zu einem wichtigen Räuber der Feuchtgebiete und einem guten Indikator ihrer Gesundheit.
Die Ringelnatter (Natrix natrix), englisch „grass snake", ist eine der häufigsten, harmlosesten und faszinierendsten Schlangen Europas: eine wasserlebende Natter von sanftem Wesen und theatralischen Abwehrmitteln. Berühmt für:
- Das „Halsband": ein charakteristischer gelber (oder weißlicher), schwarz gerandeter Fleck hinter dem Kopf, daher der Name
- Harmlosigkeit: nicht giftig, keine Gefahr für den Menschen
- Das Leben im Wasser: eine ausgezeichnete Schwimmerin, an Teiche, Gräben und Feuchtgebiete gebunden
- Das „Sich-tot-Stellen": bedroht dreht sie sich auf den Rücken, mit offenem Maul und heraushängender Zunge
- Die Größe: eine der längsten Schlangen Europas, kann anderthalb Meter überschreiten
- Eine Froschjäger-Kost: sie frisst vor allem Amphibien, lebend verschlungen
IUCN-Status: Nicht gefährdet (LC), häufig und verbreitet. Im Portal rundet sie die Gruppe der Schlangen am Meilenstein dieser Runde ab: neben der Äskulapnatter und der Gelbgrünen Zornnatter (den anderen harmlosen heimischen Nattern) und der Aspisviper (der giftigen) vervollständigt die Ringelnatter das Bild der „Schlangen, denen man in Italien wirklich begegnet", und fügt die am stärksten ans Wasser gebundene hinzu.
Klassifikation und Kategorie
Ordnung Squamata, Unterordnung der Schlangen (Serpentes), Familie Colubridae (im weiten Sinn), in der Gruppe der Wassernattern (Gattung Natrix). Im Portal steht sie bei den Schlangen. Zur Unterscheidung: gegenüber Äskulapnatter und Zornnatter (auch harmlos) ist die Ringelnatter stärker ans Wasser gebunden und am hellen Halsband kenntlich; anders als die Viper (giftig) hat sie eine runde Pupille, einen vom Hals kaum abgesetzten Kopf und einen schlankeren Körper (die Viper hat senkrechte Pupille, dreieckigen Kopf, gedrungenen Körper); zu unterscheiden auch von Würfelnatter und Vipernatter, anderen Wassernattern. Etymologie: „Natrix" ist lateinisch für „Wasserschlange" (von der Wurzel von „natare", schwimmen). Parameter: Länge meist 70-150 cm, Weibchen über 2 m (deutlich größer als Männchen). Bau schlank, aber robust. Lebensdauer beachtlich, über 15-20 Jahre. Fortpflanzung: eierlegend; das Weibchen legt zahlreiche Eier (10-30 und mehr) in warme, feuchte Substrate wie Haufen aus verrottender Vegetation, Mist oder Kompost.
Lebensraum und Verbreitung
Eine in der westlichen Paläarktis weit verbreitete Schlange: weite Teile Europas (auch Italien) und Westasiens, bis Nordafrika. Bevorzugte Lebensräume — fast immer in Wassernähe: Teiche, Sümpfe, Seen, langsame Flüsse, Gräben und Kanäle; feuchte Wiesen, Ufer und Feuchtgebiete; Gärten, Gemüsebeete und Fluren mit Wasser und Komposthaufen (wo sie oft ihre Eier legt). Eine tagaktive, wärmeliebende Schlange, stark an Gewässer gebunden, wo sie jagt und Zuflucht sucht. Eine ausgezeichnete Schwimmerin, die lange taucht. Sie sonnt sich gern an den Ufern, taucht aber bei der kleinsten Störung ab und verschwindet. Im Winter hält sie Winterstarre. Ihre Abhängigkeit von Feuchtgebieten macht sie empfindlich gegenüber deren Verschlechterung. IUCN: Nicht gefährdet; häufig, örtlich aber durch Verlust der Feuchtgebiete, Wasserverschmutzung, Amphibienrückgang (ihre Beute) und direkte Tötung (oft aus Angst oder Verwechslung mit einer Viper) beeinträchtigt. Geschützte Art.
Ernährung
Ein Wasserräuber mit vor allem auf Amphibien beruhender Kost. Sie frisst Amphibien (Frösche, Kröten, Laubfrösche, Molche und deren Kaulquappen, die absolute Grundlage), Fische (im Wasser gefangen) und gelegentlich Kleinsäuger, Eidechsen und Nestlinge. Techniken: die Jagd im Wasser und an den Ufern; der Fang ohne Gift und ohne Umschlingen (sie packt die Beute mit dem Kiefer und verschlingt sie lebend und ganz); und Ansitz und aktives Suchen. Ihre enge Abhängigkeit von Amphibien bindet ihr Schicksal an das von Fröschen und Kröten: deren Rückgang (Verlust der Feuchtgebiete, Verschmutzung) trifft auch diese Schlange, einen ihrer wichtigsten natürlichen Räuber und einen guten „Indikator" der Gesundheit der Süßgewässer.
Körperliche Merkmale
Eine Schlange mit schlankem Körper und sanftem Aussehen. Grundfarbe olivgrün, gräulich oder braun, oft mit kleinen dunklen Flecken an den Flanken; das „Halsband": eine charakteristische gelbe oder weißliche, schwarz gerandete Binde direkt hinter dem Kopf (bei Jungtieren deutlicher); heller Bauch mit schwarz-weißer Schachbrettzeichnung. Langer, schlanker, aber robuster Körper eines guten Schwimmers; ovaler, vom Hals kaum abgesetzter Kopf von sanftem Aussehen; große Augen mit runder Pupille, typisch für tagaktive, harmlose Nattern. Leistung: ausgezeichnetes Schwimmen und langes Tauchen; wendige Bewegungen im Wasser und an Land; ein theatralisches Abwehrrepertoire (siehe Wissenswertes), als Alternative zum Biss, den sie fast nie einsetzt.
Verhalten und Wissenswertes
Eine tagaktive, scheue Schlange von friedlichem Wesen. Beim Menschen ist ihre erste Reaktion die Flucht, möglichst ins Wasser. Ein Einzelgänger, in der warmen Jahreszeit aktiv, der viel Zeit mit Sonnen nahe dem Wasser verbringt und bei der kleinsten Störung verschwindet. Wissenswertes: das „Sich-tot-Stellen" (Thanatose: auf den Rücken gedreht, Maul offen, Zunge heraushängend, simuliert sie überzeugend einen Kadaver; viele Räuber verlieren das Interesse). Die stinkende Waffe (ergriffen, sondert sie aus der Kloake eine übelriechende Substanz mit Kot ab; sie bläht sich auf, zischt und macht Scheinangriffe mit geschlossenem Maul). Die Schlange, die (fast) nie beißt (sie bevorzugt Flucht, Totstellen und Gestank; der Biss ist giftlos und harmlos). Die Wasserschlange (schwimmt und jagt im Wasser; „Natrix" = Schwimmerin). Das „Kompostgelege" (sie legt Eier in warme Kompost- und Misthaufen der Gärten). „Keine Viper" (runde Pupille, kaum abgesetzter Kopf, helles Halsband, ans Wasser gebunden).
Vorteile
- Del tutto innocua per l'uomo: non velenosa, preferisce fuggire o "fingersi morta"
- Utile predatrice delle zone umide (rane, rospi, pesci); buon indicatore ecologico
- Comune e diffusa; IUCN Least Concern
- Affascinante repertorio difensivo (tanatosi, odore repellente), unico tra i serpenti nostrani
Nachteile
- NON è un animale da compagnia: è fauna selvatica protetta
- Spesso uccisa per paura o perché scambiata per una vipera
- Dipende dalle zone umide e dagli anfibi: soffre il degrado dell'acqua e il calo delle rane
- Se maneggiata, emette un odore nauseabondo e può sporcare di feci (difesa innocua ma sgradevole)



