Schneehase
Lepus timidus
Der Schneehase ist ein Gebirgshase, der mit den Jahreszeiten die Farbe wechselt und im Winter weiß wird, um sich im Schnee zu tarnen.
Eigenschaften
Charakter
Scheu, dämmerungsaktiv, einzelgängerisch
Ernährung
Pflanzenfresser: Gras, Triebe, Rinde und Zweige
Beschreibung
Der Schneehase ist ein an kalte Klimate angepasster Hasenartiger, etwas kleiner und gedrungener als der Feldhase. Sein berühmtestes Merkmal ist der jahreszeitliche Fellwechsel: Im Sommer hat er ein graubraunes Fell, im Winter wird er reinweiß, um mit dem Schnee zu verschmelzen. Der Schwanz bleibt das ganze Jahr weiß, und die Ohren sind kürzer als beim Feldhasen, eine Anpassung zur Verringerung des Wärmeverlusts.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den kalten Regionen der Paläarktis, von Skandinavien bis Sibirien, mit isolierten Populationen in den Alpen, in Irland und auf einigen Inseln. Er bewohnt Tundra, Heiden und Hochgebirgsweiden und steigt im Sommer bis über die Baumgrenze auf.
Verhalten und Anpassungen
Seine großen Hinterfüße, breit und pelzbedeckt, wirken wie Schneeschuhe und erlauben ihm, sich flink über den Schnee zu bewegen. Er ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich je nach Jahreszeit von Gras, Trieben, Rinde und Zweigen. Er ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv.
Wissenswertes
Der Farbwechsel des Fells wird eher von der Tageslänge als von der Temperatur gesteuert. Mit der Klimaerwärmung und immer späteren Schneefällen riskieren weiße Hasen, auf noch dunklem Boden aufzufallen und Fressfeinden ausgesetzt zu sein.
Schutz
Er gilt als nicht gefährdet, doch einige Populationen, etwa die in den Alpen, werden aufmerksam beobachtet. Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für diese an Schnee gebundene Art.
Vorteile
- Außergewöhnliche jahreszeitliche Tarnung
- Perfekt an Kälte und Schnee angepasst
- Schneeschuh-artige Füße für die Fortbewegung im Schnee
Nachteile
- Durch den Klimawandel bedroht
- Weißes Fell macht ihn ohne Schnee sichtbar
- Isolierte, verletzliche alpine Populationen



