Fische

Vielfleck-Anglerfisch

Antennarius multiocellatus

Der Vielfleck-Anglerfisch ist ein kleiner karibischer Anglerfisch und ein Meister der Tarnung: Er ahmt Schwämme nach und lockt Beute mit einer Angel am Kopf an.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameAntennarius multiocellatus
GrößeBis etwa 24 cm lang
Energie2/5

Charakter

Standorttreu und getarnt; Lauerjäger, der reglos verharrt.

Ernährung

Fleischfresser: Fische und Krebstiere, angelockt mit dem Kopfköder.

Ein als Schwamm getarnter Angler

Der Vielfleck-Anglerfisch (Antennarius multiocellatus) ist ein kleiner Knochenfisch aus der Familie der Anglerfische (Antennariidae). Sein gedrungener, schuppenloser Körper ist mit kleinen Hautanhängen bedeckt und wird etwa 24 cm lang. Er kann seine Farbe bemerkenswert verändern — von Gelb und Orange bis Rot und Schwarz — um mit den Schwämmen zu verschmelzen, auf denen er sitzt. Der erste Strahl seiner Rückenflosse ist zu einem langen, beweglichen Faden mit einem Köder (Illicium) umgebildet, den der Fisch schwenkt, um Beute anzulocken.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt im westlichen Atlantik, vor allem an den Korallenriffen und schwammreichen Böden der Karibik, von Florida bis in die südliche Karibik. Er bevorzugt flache, mit Schwämmen bewachsene Habitate, in denen er sich regungslos lauernd perfekt tarnt.

Verhalten und Nahrung

Er ist ein Lauerjäger: Statt Beute zu verfolgen, bleibt er reglos und lockt sie an, indem er seine Köderspitze wie einen kleinen Wurm oder eine Garnele zappeln lässt. Kommt ein Fisch oder Krebstier nahe, reißt der Anglerfisch das Maul mit einer der schnellsten Bewegungen im Tierreich auf und saugt das Opfer im Bruchteil einer Sekunde ein. Statt zu schwimmen, „läuft" er oft über den Grund und nutzt seine Brustflossen wie Beine.

Wussten Sie schon?

Sein Maul kann sich enorm ausdehnen, sodass er Beute fast von der eigenen Größe verschlingen kann. Seine beinartigen Brustflossen und seine Haltung lassen ihn eher wie eine Amphibie als einen Fisch wirken — daher der Name Anglerfisch.

Schutz

Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern). Gelegentlich wird er für Meerwasseraquarien gefangen, gilt aber nicht als bedroht; gesunde Korallenriffe bleiben für sein Überleben dennoch entscheidend.

Vorteile

  • Außergewöhnliche Tarnung zwischen Schwämmen
  • Lockt Beute mit einer natürlichen Angel an
  • Nicht gefährdet (Least Concern)

Nachteile

  • Gefräßiger Räuber: frisst kleinere Mitbewohner im Aquarium
  • Braucht schwammreiche Böden zur Tarnung
  • Wegen der Tarnung sehr schwer zu entdecken

Häufige Fragen

Warum heißt er Anglerfisch?
Wegen seiner Angel: Der erste Rückenflossenstrahl trägt einen Köder, den er schwenkt, um Beute anzulocken — genau wie ein Angler seinen Köder auswirft.
Wie fängt er seine Beute?
Er bleibt reglos und lässt einen Köder am Ende eines Fadens am Kopf zappeln, der einem kleinen Wurm ähnelt. Kommt Beute nahe, reißt er blitzschnell das Maul auf und saugt sie ein.
Ändert er wirklich die Farbe?
Ja, über Tage oder Wochen kann er seine Farbe an den Schwamm anpassen, auf dem er lebt, und wird so für Räuber wie Beute nahezu unsichtbar.

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