Säugetiere

Steinmarder

Martes foina

Der Steinmarder ist ein wendiger nachtaktiver Marder mit braunem Fell und typischem weißem Kehlfleck, der oft in der Nähe von Häusern und Feldern lebt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMartes foina
Gewicht1,1–2,3 kg
Lebensdauer3–10 anni
GrößeKörper 40–50 cm, dazu ein 22–30 cm langer Schwanz
Energie4/5

Charakter

Nachtaktiv, einzelgängerisch, anpassungsfähig

Ernährung

Allesfresser: Nagetiere, Vögel, Eier, Insekten und Obst

Beschreibung

Der Steinmarder ist ein mittelgroßer Marder mit langem, geschmeidigem Körper, kurzen Beinen und buschigem Schwanz. Sein Fell ist graubraun, mit einem charakteristischen weißen Fleck an Brust und Kehle, dem sogenannten "Latz", der sich meist zu den Vorderbeinen hin gabelt. Er hat eine spitze Schnauze, rundliche Ohren und lebhafte Augen. Häufig wird er mit dem Baummarder verwechselt, von dem er sich durch den weißen (statt gelblichen) Kehlfleck und seine engere Bindung an den Menschen unterscheidet.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in weiten Teilen Europas und Zentralasiens verbreitet. Anders als der Baummarder, ein Waldspezialist, ist der Steinmarder weit anpassungsfähiger: Er lebt in Feldfluren, Felsgebieten, an Waldrändern und vor allem in der Nähe menschlicher Siedlungen, wo er sich in Scheunen, Dachböden und Holzstapeln einrichtet.

Verhalten

Er ist ein nachtaktives, einzelgängerisches und territoriales Tier und ein ausgezeichneter Kletterer. Er hat eine allesfressende, opportunistische Ernährung: Er frisst Kleinsäuger, Vögel, Eier, Insekten und Saisonobst, das im Sommer und Herbst wichtig wird. Bekannt ist er dafür, Gummikabel und -schläuche in Automotoren anzunagen und dabei mitunter Schäden zu verursachen.

Wissenswertes

Der Steinmarder ist eines der Wildtiere, die am besten gelernt haben, mit dem Menschen zusammenzuleben, und ist selbst in städtischen und stadtnahen Räumen anzutreffen. Sein Durchgang durch Dachböden verrät sich durch nächtliche Geräusche und Nahrungsreste.

Schutz

Er gilt als nicht gefährdet, dank seiner weiten Verbreitung und bemerkenswerten Anpassungsfähigkeit. Die häufigsten Todesursachen sind der Straßenverkehr und, in manchen Gebieten, direkte Verfolgung wegen der Schäden, die er anrichten kann.

Vorteile

  • Sehr anpassungsfähig, gedeiht auch nah am Menschen
  • Nützlicher Jäger von Nagetieren
  • Wendiger und geschickter Kletterer

Nachteile

  • Kann Kabel und Schläuche von Autos beschädigen
  • Dringt mitunter in Hühnerställe und Dachböden ein
  • Häufiges Opfer des Straßenverkehrs

Häufige Fragen

Wie unterscheidet man Steinmarder und Baummarder?
Der Steinmarder hat einen weißen Kehlfleck an der Brust, oft gegabelt, während der des Baummarders gelblich und ungeteilt ist. Der Steinmarder hat zudem eine rosafarbene Nase und ist enger an den Menschen gebunden, während der Baummarder ein Waldspezialist ist.
Warum nagt er Autokabel an?
Der Steinmarder wird von Wärme und Gerüchen der Motoren angezogen, und seine Zähne finden in den Gummikabeln und -schläuchen ein Material zum Nagen. Dieses Verhalten, im Frühjahr am häufigsten, kann zu Pannen führen.
Ist er für Menschen gefährlich?
Nein. Er ist ein scheues Tier, das den direkten Kontakt meidet. Er kann jedoch stören, wenn er sich in Dachböden einnistet oder auf Beutesuche in Hühnerställe eindringt.
Wovon ernährt er sich?
Er hat eine allesfressende, opportunistische Ernährung: Er jagt Nagetiere, Vögel und Insekten, plündert Eier und frisst im Sommer und Herbst viel Obst wie Kirschen, Pflaumen und Beeren.

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