Foto: Frank Vassen · CC BY 2.0
Streifentenrek
Hemicentetes semispinosus
Bedeckt mit gelben und schwarzen Stacheln, ist der Streifentenrek ein kleines Säugetier Madagaskars, das einzige bekannte, das durch Vibrieren seiner Stacheln wie ein Insekt kommuniziert.
Eigenschaften
Charakter
Bodenbewohnend, aktiv, kommuniziert durch Stridulation
Ernährung
Insektenfresser: vor allem Regenwürmer und Kleinwirbellose
Ein kleines, stachelbedecktes Säugetier
Der Streifentenrek ist ein kleines, kurioses, auf Madagaskar endemisches Säugetier. Sein Körper ist mit einer Mischung aus Haaren, Borsten und Stacheln bedeckt, angeordnet zu einem auffälligen Muster aus schwarzen und gelben Streifen, das ihn unverwechselbar macht. Er hat eine verlängerte, spitze Schnauze, geeignet zum Wühlen im Boden. Obwohl sein Aussehen vage an einen kleinen Igel erinnert, gehört der Tenrek zu einer ganz eigenen Säugetiergruppe, typisch für Madagaskar und Afrika.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den Tiefland- und Mittelgebirgsregenwäldern des Nordens und Ostens Madagaskars, passt sich aber auch an offene Landschaften und vom Menschen veränderte Umgebungen an. Es ist ein bodenbewohnendes Tier, das im Boden nach Nahrung gräbt und dort Baue und Verstecke anlegt.
Kommunikation mit Stacheln
Das außergewöhnlichste Merkmal des Streifentenreks ist seine Art zu kommunizieren. Auf dem Rücken, zum Hinterteil hin, besitzt er eine Gruppe besonders kräftiger Stacheln, die ein Stridulationsorgan bilden: Indem er sie aneinander reibt, erzeugt das Tier vibrierende, summende Laute, teils im Ultraschallbereich. Es ist das einzige bekannte Säugetier, das auf diese Weise kommuniziert, eine Technik, die sonst für Insekten wie Zikaden typisch ist. Diese Signale helfen den Individuen, besonders Müttern und Jungen, in der dichten Vegetation in Kontakt zu bleiben.
Ernährung und Verteidigung
Er ernährt sich vor allem von Regenwürmern und anderen kleinen Wirbellosen, die er durch Graben mit Schnauze und Pfoten fängt. Zur Verteidigung gegen Fressfeinde kann er die Stacheln von Hals und Rücken aufrichten, die sich leicht in die Haut des Angreifers bohren. Er wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit noch verbreiteten Beständen.
Vorteile
- Das einzige durch Stridulation kommunizierende Säugetier
- Auffällige gelbe und schwarze Streifen
- Wirksame Verteidigungsstacheln
- Noch verbreitete Bestände
Nachteile
- Ungewöhnliches, wenig bekanntes Aussehen
- Nur auf Madagaskar endemisch
- Vor allem an die Regenwälder gebunden



