Blauwal

Foto: NOAA Photo Library · Public domain

Säugetiere

Blauwal

Balaenoptera musculus

Das größte Tier, das je auf der Erde gelebt hat: Der Blauwal übertrifft dreißig Meter und hundert Tonnen und ernährt sich doch von winzigen Krebstieren.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameBalaenoptera musculus
Lebensdauer80-90 anni
GrößeRiesig
Energie2/5

Charakter

Friedlicher Riese, überwiegend einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen. Er unternimmt lange jahreszeitliche Wanderungen und verständigt sich über große Entfernungen mit sehr tieffrequenten Rufen.

Ernährung

Filtrierer: Er ernährt sich fast ausschließlich von Krill, den die Barten beim Filtern riesiger Wassermengen zurückhalten.

Der Größte von allen

Der Blauwal ist nicht nur das größte lebende Tier: Er ist das größte Wesen, das je auf der Erde existiert hat, größer als jeder bekannte Dinosaurier. Er kann dreißig Meter Länge überschreiten und über hundert Tonnen wiegen. Allein seine Zunge kann so viel wiegen wie ein Elefant, und sein Herz hat die Größe eines Kleinwagens. Der lange, schlanke Körper ist von einem gefleckten Graublau, das ihm den Namen gab, und trägt auf dem Rücken eine kleine Rückenflosse, unverhältnismäßig winzig im Vergleich zu seiner Masse.

Ein Riese, der Winziges frisst

Trotz seiner kolossalen Größe ernährt sich der Blauwal fast ausschließlich von Krill, winzigen garnelenartigen Krebstieren. Er hat keine Zähne, sondern lange Hornplatten, Barten genannt, die vom Oberkiefer herabhängen. Er verschlingt riesige Mengen krillreichen Wassers und presst das Wasser dann durch die Barten, die die Beute wie ein Riesensieb zurückhalten. An einem einzigen Tag der Fresssaison kann er mehrere Tonnen Krill verzehren.

Der Gesang der Tiefe

Der Blauwal erzeugt einige der kräftigsten und tiefsten Laute des Tierreichs. Seine Rufe, bei sehr tiefen Frequenzen für das menschliche Ohr weitgehend unhörbar, können Hunderte Kilometer durch den Ozean reisen und weit entfernten Tieren die Verständigung ermöglichen. Diese Gesänge bleiben für die Wissenschaftler zum Teil ein Rätsel.

Ozeanwanderungen

Diese Riesen unternehmen lange jahreszeitliche Wanderungen und ziehen zwischen den kalten, krillreichen Polargewässern, wo sie im Sommer fressen, und den wärmeren Gewässern, wo sie sich fortpflanzen. Trotz ihrer Masse sind sie elegante Schwimmer und können überraschende Geschwindigkeiten erreichen.

Schutz

Der Blauwal ist als gefährdete Art eingestuft. Der kommerzielle Walfang des 20. Jahrhunderts brachte ihn an den Rand des Aussterbens und verringerte seine Bestände drastisch. Heute ist er international geschützt und zeigt Zeichen einer langsamen Erholung, bleibt aber bedroht durch Schiffskollisionen, Lärmverschmutzung der Ozeane und den Klimawandel, der die Verfügbarkeit von Krill verändert.

Häufige Fragen

Wie groß ist der Blauwal?
Er ist das größte Tier, das je auf der Erde gelebt hat: Er kann dreißig Meter Länge überschreiten und über hundert Tonnen wiegen. Seine Zunge kann so viel wiegen wie ein Elefant und sein Herz hat die Größe eines Kleinwagens.
Was frisst ein so großes Tier?
Fast ausschließlich Krill, winzige Krebstiere. Er hat keine Zähne, sondern Barten, Hornplatten, die den Krill wie ein Riesensieb aus dem Wasser filtern. In der Fresssaison kann er mehrere Tonnen Krill am Tag verzehren.
Stimmt es, dass Blauwale „singen"?
Ja, sie erzeugen einige der kräftigsten und tiefsten Laute des Tierreichs. Ihre Rufe, bei sehr tiefen Frequenzen für Menschen oft unhörbar, reisen Hunderte Kilometer durch den Ozean und ermöglichen entfernten Tieren die Verständigung.
Warum ist der Blauwal bedroht?
Er ist als gefährdet eingestuft. Der kommerzielle Walfang des 20. Jahrhunderts brachte ihn fast zum Aussterben. Heute ist er geschützt und erholt sich langsam, bleibt aber bedroht durch Schiffskollisionen, Lärmverschmutzung und den Klimawandel.

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