Foto: Vassil · Public domain
Südamerikanischer Nasenbär
Nasua nasua
Der Südamerikanische Nasenbär ist ein lebhaftes Baumsäugetier Südamerikas, ein Verwandter des Waschbären, mit spitzer Schnauze und langem, aufrecht getragenem Ringelschwanz.
Eigenschaften
Charakter
Lebhaft, neugierig, gesellig und lärmend
Ernährung
Allesfresser: Früchte, Wirbellose, kleine Wirbeltiere und Eier
Der südamerikanische Vetter des Waschbären
Der Südamerikanische Nasenbär ist ein Raubtier aus der Familie der Kleinbären, derselben wie der Waschbär. Er hat einen schlanken, katzengroßen Körper, eine lang gestreckte, bewegliche Schnauze, mit der er im Boden wühlt, und einen langen Ringelschwanz, den er beim Bewegen in der Gruppe oft wie eine Antenne aufrecht hält. Die Fellfarbe variiert von rotbraun bis grau. Anders als sein nordamerikanischer Verwandter mit weißer Nase hat er eine dunkle Schnauze.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den tropischen und subtropischen Wäldern Südamerikas bis in den Süden Mittelamerikas. Er ist ein geschickter Kletterer, in den Bäumen wie am Boden gleichermaßen zu Hause. In Teilen Europas gilt er nach Aussetzungen als invasive Art.
Verhalten
Weibchen und Jungtiere leben in lärmenden, engen Verbänden, die Dutzende Tiere zählen können; erwachsene Männchen neigen dagegen zur Einzelgängerei. Er ist ein Allesfresser: Er ernährt sich von Früchten, Wirbellosen, kleinen Wirbeltieren und Eiern, die er beim Durchwühlen der Laubstreu mit Schnauze und krallenbewehrten Vorderpfoten findet.
Wissenswertes
Der Nasenbär ist von Natur aus neugierig und wenig menschenscheu und nähert sich in vielen Touristengebieten den Menschen auf der Suche nach Futter. Der aufrechte Schwanz dient als optisches Signal, das die Gruppe im dichten Bewuchs zusammenhält. In Italien und der Europäischen Union ist seine Haltung gerade wegen seines invasiven Charakters verboten.
Schutz
Die Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet und ist weit verbreitet. Sie profitiert von ihrer Anpassungsfähigkeit und der Allesfresser-Ernährung, örtlich leidet sie jedoch unter Abholzung und Jagd.
Vorteile
- Sozial und sehr aktiv
- Ausgezeichneter Kletterer und Samenverbreiter
- Anpassungsfähig an verschiedene Waldlebensräume
Nachteile
- Außerhalb seines Areals invasiv, Haltung in der EU verboten
- Kann in Touristengebieten lästig werden



