Südamerikanischer Nasenbär

Foto: Vassil · Public domain

Säugetiere

Südamerikanischer Nasenbär

Nasua nasua

Der Südamerikanische Nasenbär ist ein lebhaftes Baumsäugetier Südamerikas, ein Verwandter des Waschbären, mit spitzer Schnauze und langem, aufrecht getragenem Ringelschwanz.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameNasua nasua
Gewicht2–7 kg
Lebensdauer7–14 anni
GrößeLänge 85–113 cm (die Hälfte ist der Schwanz)
Energie4/5

Charakter

Lebhaft, neugierig, gesellig und lärmend

Ernährung

Allesfresser: Früchte, Wirbellose, kleine Wirbeltiere und Eier

Der südamerikanische Vetter des Waschbären

Der Südamerikanische Nasenbär ist ein Raubtier aus der Familie der Kleinbären, derselben wie der Waschbär. Er hat einen schlanken, katzengroßen Körper, eine lang gestreckte, bewegliche Schnauze, mit der er im Boden wühlt, und einen langen Ringelschwanz, den er beim Bewegen in der Gruppe oft wie eine Antenne aufrecht hält. Die Fellfarbe variiert von rotbraun bis grau. Anders als sein nordamerikanischer Verwandter mit weißer Nase hat er eine dunkle Schnauze.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den tropischen und subtropischen Wäldern Südamerikas bis in den Süden Mittelamerikas. Er ist ein geschickter Kletterer, in den Bäumen wie am Boden gleichermaßen zu Hause. In Teilen Europas gilt er nach Aussetzungen als invasive Art.

Verhalten

Weibchen und Jungtiere leben in lärmenden, engen Verbänden, die Dutzende Tiere zählen können; erwachsene Männchen neigen dagegen zur Einzelgängerei. Er ist ein Allesfresser: Er ernährt sich von Früchten, Wirbellosen, kleinen Wirbeltieren und Eiern, die er beim Durchwühlen der Laubstreu mit Schnauze und krallenbewehrten Vorderpfoten findet.

Wissenswertes

Der Nasenbär ist von Natur aus neugierig und wenig menschenscheu und nähert sich in vielen Touristengebieten den Menschen auf der Suche nach Futter. Der aufrechte Schwanz dient als optisches Signal, das die Gruppe im dichten Bewuchs zusammenhält. In Italien und der Europäischen Union ist seine Haltung gerade wegen seines invasiven Charakters verboten.

Schutz

Die Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet und ist weit verbreitet. Sie profitiert von ihrer Anpassungsfähigkeit und der Allesfresser-Ernährung, örtlich leidet sie jedoch unter Abholzung und Jagd.

Vorteile

  • Sozial und sehr aktiv
  • Ausgezeichneter Kletterer und Samenverbreiter
  • Anpassungsfähig an verschiedene Waldlebensräume

Nachteile

  • Außerhalb seines Areals invasiv, Haltung in der EU verboten
  • Kann in Touristengebieten lästig werden

Häufige Fragen

Ist der Nasenbär mit dem Waschbären verwandt?
Ja. Er gehört zur selben Familie, den Kleinbären. Er teilt mit dem Waschbären die Allesfresser-Ernährung und die Kletterfähigkeit, hat aber eine längere, beweglichere Schnauze und einen oft aufrecht getragenen Schwanz.
Lebt er in Gruppen?
Weibchen und Jungtiere bilden enge, lärmende Verbände von bis zu Dutzenden Tieren. Erwachsene Männchen leben dagegen eher allein und schließen sich der Gruppe nur zur Paarungszeit an.
Warum hält er den Schwanz aufrecht?
Der aufrechte Schwanz dient als optisches Signal, das den Gruppenmitgliedern hilft, im dichten Bewuchs in Kontakt zu bleiben.
Kann man ihn als Haustier halten?
In vielen Ländern nicht. In der Europäischen Union, wo er als invasive Art gilt, sind Haltung und Zucht verboten.

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