Säugetiere

Brillenbär

Tremarctos ornatus

Mit den charakteristischen hellen Zeichnungen um die Augen, die wie eine Brille aussehen, ist der Brillenbär der einzige Bär Südamerikas und einer der scheuesten der Welt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameTremarctos ornatus
Gewicht60–175 kg
GrößeMittelgroß: bis etwa 1,9 m Länge
Energie3/5

Charakter

Scheu, einzelgängerisch, hervorragender Kletterer

Ernährung

Überwiegend Pflanzenfresser: Früchte, Triebe, Zwiebeln und Bromelien

Der Bär mit der Brille

Der Brillenbär, auch Andenbär genannt, ist ein mittelgroßer Bär mit dichtem, dunklem, fast schwarzem Fell. Sein auffälligstes Merkmal sind die Zeichnungen aus hellem, cremefarbenem oder gelblichem Fell, die seine Augen umgeben und sich oft über Schnauze, Hals und Brust erstrecken: Diese Muster erinnern an eine Brille und sind für jedes Individuum einzigartig, wie ein Fingerabdruck. Er ist der einzige lebende Bär, der aus Südamerika stammt, und der letzte Vertreter der Gruppe der Kurzschnauzenbären. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt entlang der Anden-Gebirgskette, im nördlichen und westlichen Südamerika, in einer großen Vielfalt an Umgebungen: von Bergnebelwäldern über Hochlandgrasländer bis zu den Rändern arider Zonen. Er ist ein typischer Bewohner der Berge, wo er geschickt auf Bäume klettert, um Nahrung zu suchen, und manchmal regelrechte Plattformen zwischen den Ästen baut.

Verhalten und Ernährung

Anders als die meisten Bären hat der Brillenbär eine weitgehend vegetarische Ernährung: Er ernährt sich vor allem von Früchten, Trieben, Zwiebeln und den fleischigen Basen der Bromelien und ergänzt dies nur selten mit kleinen Tieren. Es ist ein scheues, einzelgängerisches Tier, vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv, das den Menschen im Allgemeinen meidet.

Schutz

Der Brillenbär wird als gefährdete Art eingestuft. Die Hauptbedrohung ist der Verlust seines Lebensraums durch Abholzung und die Ausbreitung der Landwirtschaft in den Anden sowie Konflikte mit dem Menschen. Er ist ein tief mit der andinen Kultur verbundenes Tier, und der Schutz der Bergwälder, in denen er lebt, ist für sein Überleben entscheidend.

Vorteile

  • Der einzige Bär Südamerikas
  • 'Brillen'-Zeichnung für jedes Individuum einzigartig
  • Hervorragender Kletterer
  • Weitgehend vegetarische Ernährung

Nachteile

  • Gefährdete Art
  • Durch Abholzung und Konflikte mit dem Menschen bedroht
  • Scheu und schwer zu erforschen

Häufige Fragen

Warum heißt er Brillenbär?
Wegen der Zeichnungen aus hellem, cremefarbenem Fell, die seine Augen umgeben und sich oft über Schnauze und Brust erstrecken und an eine Brille erinnern. Diese Muster sind für jedes Individuum einzigartig, wie ein Fingerabdruck.
Stimmt es, dass er der einzige Bär Südamerikas ist?
Ja, der Brillenbär ist der einzige lebende Bär, der aus Südamerika stammt. Er ist zudem der letzte Vertreter der Gruppe der Kurzschnauzenbären, verwandt mit heute ausgestorbenen Arten.
Was frisst er?
Anders als die meisten Bären hat er eine weitgehend vegetarische Ernährung: Er ernährt sich vor allem von Früchten, Trieben, Zwiebeln und den fleischigen Basen der Bromelien und ergänzt dies nur selten mit kleinen Tieren.
Ist er bedroht?
Er wird als gefährdete Art eingestuft. Die Hauptbedrohung ist der Verlust seines Lebensraums durch Abholzung und die Ausbreitung der Landwirtschaft in den Anden. Der Schutz der Bergwälder, in denen er lebt, ist für seine Zukunft entscheidend.

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