Tasmanischer Teufel
Sarcophilus harrisii
Klein, aber wild, mit einem enorm kräftigen Biss und gruseligen Rufen ist der Tasmanische Teufel das größte lebende fleischfressende Beuteltier.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, einzelgängerisch, lärmend und territorial
Ernährung
Fleischfresser und Aasfresser: Beute und Aas
Ein kleiner Räuber mit kräftigem Biss
Der Tasmanische Teufel ist das größte fleischfressende Beuteltier, das heute existiert. Er hat die Größe eines kleinen Hundes, mit gedrungenem, muskulösem Körper, schwarzem Fell, das oft weiße Flecken an Brust und Rücken trägt, und einem breiten Kopf mit erstaunlich kräftigen Kiefern. Sein Biss gehört, im Verhältnis zur Größe, zu den stärksten im Tierreich: Er kann Knochen zermalmen und seine Beute vollständig verschlingen. Der Name 'Teufel' wurde ihm von den ersten europäischen Siedlern gegeben, die von seinen schrillen, beunruhigenden Rufen und seinem Aussehen im erregten Zustand beeindruckt waren.
Lebensraum und Verbreitung
Heute lebt der Tasmanische Teufel nur noch auf der Insel Tasmanien in Australien in freier Wildbahn, nachdem er auf dem australischen Festland vor langer Zeit ausgestorben ist. Er bewohnt Wälder, Buschland und Küstengebiete und passt sich verschiedenen Lebensräumen an, solange sie Unterschlupf und Beute bieten. Tagsüber findet er Zuflucht in Bauen, Höhlungen und dichtem Gebüsch.
Verhalten
Es ist ein überwiegend nachtaktives und einzelgängerisches Tier. Obwohl er ein Jäger ist, verhält er sich vor allem als Aasfresser: Er ernährt sich von Aas und hilft so, die Umgebung von den Überresten toter Tiere zu befreien. Um einen Kadaver können sich mehrere Individuen versammeln und lärmende 'Festmähler' veranstalten, begleitet von Schreien, Knurren und drohendem Gähnen, die eher der Festlegung einer Rangordnung als einem echten Kampf dienen. Wie alle Beuteltiere zieht das Weibchen seine Jungen in einem Beutel auf.
Wissenswertes
Trotz seines wilden Rufs ist ein großer Teil seines aggressiven Verhaltens in Wirklichkeit 'Theater': spektakuläre Schreie und Gähnen dienen dazu, Rivalen zu erschrecken und körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Er ist weltweit auch dank der Populärkultur berühmt geworden, die ihn zu einer wiedererkennbaren Figur gemacht hat.
Schutz
Der Tasmanische Teufel wird als gefährdete Art eingestuft. Die schwerste Bedrohung ist eine seltene und verheerende ansteckende Krankheit, ein übertragbarer Gesichtstumor, der sich durch Bisse zwischen den Individuen ausbreitet und einen starken Rückgang der Bestände verursacht hat. Schutzprogramme, geschützte Populationen und wissenschaftliche Forschung sind heute unerlässlich, um dieses Symbol der australischen Tierwelt zu retten.
Vorteile
- Das größte lebende fleischfressende Beuteltier
- Wertvoller 'Aasfresser', der die Umgebung säubert
- Enorm kräftiger Biss im Verhältnis zur Größe
Nachteile
- Gefährdete Art
- Bedroht durch einen seltenen übertragbaren Gesichtstumor
- Überlebt in freier Wildbahn nur in Tasmanien



