Blauer Baumsteiger

Foto: Quartl · CC BY-SA 3.0

Amphibien

Blauer Baumsteiger

Dendrobates azureus

Der Blaue Baumsteiger ist ein kleiner Frosch von elektrisch blauer Farbe, einer der giftigsten Frösche der Welt, endemisch in den Savannen Surinames.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameDendrobates azureus
GrößeKleiner Frosch, wenige Zentimeter lang
Energie3/5

Charakter

Tagaktiv und lebhaft; territoriale Männchen pflegen die Kaulquappen.

Ernährung

Insektenfresser: Ameisen, Milben, Termiten und kleine Gliederfüßer.

Ein blaues, giftiges Juwel

Der Blaue Baumsteiger (Dendrobates azureus) ist ein kleiner Frosch aus der Familie der Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae), berühmt für seine intensiv elektrisch blaue Färbung mit schwarzen Flecken. Beine und Bauch neigen zu einem dunkleren Blau. Er ist nur wenige Zentimeter lang, doch seine leuchtenden Farben haben eine klare Bedeutung: Sie sind eine Warnung (Aposematismus), die Fressfeinden seine extreme Giftigkeit signalisiert. Er gilt als einer der giftigsten Frösche des Planeten. Heute betrachten viele Fachleute ihn als Farbform des Färberfrosches Dendrobates tinctorius.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den „Waldinseln", die von der Sipaliwini-Savanne im Süden Surinames umgeben sind, nahe der Grenze zu Brasilien, in etwa 300–400 Metern Höhe. Er bevorzugt feuchte, schattige Lebensräume an Bächen und Tümpeln, wo die Feuchtigkeit konstant ist.

Verhalten und Nahrung

Er ist tagaktiv und lebhaft und bewegt sich über den Waldboden auf der Jagd nach kleinen Wirbellosen — Ameisen, Milben, Termiten und anderen Gliederfüßern. Gerade aus dieser Nahrung gewinnt er in freier Wildbahn die Alkaloide, die er über die Haut giftig macht: Nachzuchten, anders gefüttert, sind praktisch ungiftig. Männchen verteidigen kleine Reviere und tragen die Kaulquappen auf dem Rücken zum Wasser.

Wussten Sie schon?

Der Name „Pfeilgiftfrosch" rührt daher, dass einige Amazonasvölker das Gift verwandter Frösche nutzten, um ihre Jagdpfeile zu vergiften. Die Art ist auch ein Modellorganismus in der Erforschung der Chytridiomykose, einer Pilzkrankheit, die Amphibien weltweit bedroht.

Schutz

Er hat ein sehr kleines, zersplittertes Verbreitungsgebiet, was ihn anfällig für Lebensraumverlust und den Fang für den Exotenhandel macht. Nachzuchten sind die bessere Wahl.

Vorteile

  • Spektakuläre, aposematische blaue Färbung
  • Brutpflege: das Männchen trägt die Kaulquappen
  • Ungiftig bei Nachzucht und entsprechender Fütterung

Nachteile

  • In freier Wildbahn extrem giftig
  • Kleines, zersplittertes Verbreitungsgebiet
  • Fang für den Exotenhandel

Häufige Fragen

Ist der Blaue Baumsteiger wirklich giftig?
Ja, in freier Wildbahn zählt er zu den giftigsten Fröschen der Welt. Sein leuchtendes Blau ist eine aposematische Warnung. Nachzuchten produzieren jedoch kein Gift, da ihnen die Beutetiere fehlen, aus denen es stammt.
Woher stammt sein Gift?
Aus der Nahrung: In der Wildnis gewinnt er giftige Alkaloide aus den kleinen Wirbellosen, die er frisst, etwa Ameisen und Milben, und lagert sie in der Haut ein. Ohne diese Kost ist der Frosch praktisch ungiftig.
Warum heißt er Pfeilgiftfrosch?
Einige Amazonasvölker nutzten das Gift verwandter Frösche, um ihre Jagdpfeile zu bestreichen. Daher der Name Pfeilgiftfrösche.

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