Säugetiere

Wasserspitzmaus

Neomys fodiens

Die Wasserspitzmaus ist die größte Spitzmaus Europas, eine geschickte halbaquatische Schwimmerin mit giftigem Speichel – eine Seltenheit unter Säugetieren.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameNeomys fodiens
Gewicht12–20 g
Lebensdauer1–2 anni
GrößeKörper 7–10 cm, dazu ein 5–8 cm langer Schwanz
Energie5/5

Charakter

Halbaquatisch, einzelgängerisch, hyperaktiv

Ernährung

Wasserwirbellose, Larven, kleine Fische und Amphibien

Beschreibung

Die Wasserspitzmaus ist die größte und auffälligste der europäischen Spitzmäuse. Sie hat ein dichtes, samtiges Fell, graubraun-schwarz auf dem Rücken und weiß am Bauch, mit scharfem Kontrast. Ihre Schnauze ist spitz und beweglich, ihre Augen winzig. An Füßen und Schwanz trägt sie Fransen aus steifen Haaren, die wie Ruder ihren Vortrieb im Wasser verbessern. Sie ist eine hervorragende Schwimmerin, die tauchen und unter Wasser jagen kann.

Lebensraum und Verbreitung

Sie lebt in weiten Teilen der Paläarktis, stets in der Nähe sauberer Süßgewässer: Bäche, Flüsse, Teiche, Kanäle und gut bewachsene Ufer. Sie gräbt Gänge entlang der Ufer und bewegt sich flink zwischen Land und Wasser.

Verhalten

Sie ist eine unermüdliche Jägerin mit sehr hohem Stoffwechsel. Sie ernährt sich von Wasserwirbellosen, Larven, Krebstieren, kleinen Fischen und Amphibien, die sie tauchend jagt. Sie besitzt eine unter Säugetieren seltene Eigenschaft: Ihr Speichel enthält ein Gift, das kleine Beute lähmt, sodass sie sie ruhigstellen und mitunter lebend vorratshalten kann.

Wissenswertes

Beim Tauchen hüllt die zwischen den Haaren eingeschlossene Luft sie in einen silbrigen Blasenfilm, der sie vor der Kälte des Wassers schützt. Sie muss fast ununterbrochen fressen: Schon wenige Stunden Fasten können für sie tödlich sein.

Schutz

Sie gilt als nicht gefährdet, ist aber in vielen Ländern geschützt. Sie hängt stark von der Wasserqualität ab: Verschmutzung und die Zerstörung natürlicher Ufer sind ihre größten Gefahren.

Vorteile

  • Ausgezeichnete Schwimmerin unter Landsäugern
  • Wertvoller Anzeiger sauberer Süßgewässer
  • Seltenes Beispiel eines Säugers mit Giftspeichel

Nachteile

  • Sehr kurzes Leben, oft kaum über ein Jahr
  • Auf sauberes Wasser und intakte Ufer angewiesen
  • Extremer Stoffwechsel, stirbt bei langem Fasten

Häufige Fragen

Ist die Wasserspitzmaus giftig?
Ja, für ein Säugetier ungewöhnlich. Ihr Speichel enthält ein Gift, das kleine Beute lähmt. Für den Menschen ist ein Biss nahezu harmlos, kann aber eine leichte örtliche Schwellung verursachen.
Wie kann sie so gut schwimmen?
Sie hat Fransen aus steifen Haaren an Füßen und Schwanz, die wie Ruder wirken, und ein wasserabweisendes Fell. Beim Tauchen hüllen sie im Fell eingeschlossene Luftblasen in einen silbrigen Film, der sie vor Kälte schützt.
Wovon ernährt sie sich?
Sie jagt vor allem Wasserwirbellose, Larven, Krebstiere, kleine Fische und Amphibien. Wegen ihres sehr hohen Stoffwechsels muss sie fast ununterbrochen fressen.
Ist sie dasselbe wie eine Maus?
Nein. Trotz des Namens sind Spitzmäuse keine Nagetiere wie Mäuse, sondern Insektenfresser, verwandt mit Igeln und Maulwürfen. Ihre spitze Schnauze und die scharfen Zähne unterscheiden sie deutlich.

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