Foto: Alexis Lours · CC BY 4.0
Zaunkönig
Troglodytes troglodytes
Der Zaunkönig ist einer der kleinsten Vögel Europas: ein winziger brauner Ball mit steil aufgestelltem Schwanz und einem für seine Größe erstaunlich lauten Gesang.
Eigenschaften
Charakter
Lebhaft, ruhelos, scheu, aber gesangsfreudig
Ernährung
Insektenfresser: Spinnen, Insekten, Larven und Eier
Beschreibung
Der Zaunkönig ist ein winziger Singvogel aus der Familie der Zaunkönige (Troglodytidae), nur 9 bis 10 cm lang und wenige Gramm schwer. Er hat einen runden, kompakten Körper, rostbraun und fein dunkel gebändert, einen dünnen, leicht gebogenen Schnabel und vor allem einen kurzen, oft steil aufgestellten Schwanz, der ihn unverwechselbar macht. Männchen und Weibchen sehen gleich aus.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens verbreitet. Er lebt in Wäldern mit dichtem Unterwuchs, in Hecken, Gärten, an Mäuerchen und Steinhaufen, überall dort, wo es Schlupfwinkel gibt. Er liebt geschützte, schattige Ecken, wo er wie eine kleine Maus zwischen niedrigen Zweigen und Pflanzen umherhuscht.
Verhalten
Er ist ein sehr lebhafter, ständig in Bewegung befindlicher Vogel, der das Dickicht nach Spinnen und Insekten durchsucht. Trotz seiner winzigen Größe hat das Männchen einen langen, schmetternden, überaus kräftigen Gesang, der in keinem Verhältnis zum Körper steht. Er baut kugelförmige Nester mit seitlichem Eingang; das Männchen legt mehrere an, und das Weibchen wählt, in welches es die Eier legt. In kalten Nächten drängen sich mehrere Zaunkönige im selben Schlafplatz zusammen, um sich zu wärmen.
Verhalten und Sagen
Sein wissenschaftlicher Name Troglodytes ("Höhlenbewohner") verweist auf seine Gewohnheit, in Hohlräume und Spalten zu schlüpfen. In vielen europäischen Überlieferungen gilt der Zaunkönig als "König der Vögel": Eine Fabel erzählt, er habe den Wettflug um die größte Höhe gewonnen, indem er sich im Gefieder des Adlers versteckte und im letzten Augenblick aufflog.
Schutz
Er ist eine häufige, weit verbreitete Art und gilt als nicht gefährdet. Nach sehr harten Wintern können die Bestände jedoch stark einbrechen und sich dank der vielen Bruten rasch wieder erholen.
Vorteile
- Ganzjährig da, auch in Gärten
- Kräftiger, unverkennbarer Gesang
- Nützlich: frisst Insekten und Spinnen
Nachteile
- Schwer zu beobachten, bleibt im Dickicht
- Leidet stark unter harten Wintern
- Kurze durchschnittliche Lebensdauer



