Zorilla
Ictonyx striatus
Der Zorilla ist ein kleiner schwarz-weißer afrikanischer Marder, einem Stinktier ähnlich, der sich mit einem übelriechenden Sekret verteidigen kann.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, einzelgängerisch und scheu; chemische Abwehr wie Stinktiere.
Ernährung
Fleischfresser: kleine Säugetiere, Insekten, Reptilien und Eier.
Das „falsche Stinktier" Afrikas
Der Zorilla (Ictonyx striatus), auch Bandiltis genannt, ist ein kleines Raubtier aus der Familie der Marder (Mustelidae), zu der Wiesel und Frettchen gehören. Im Aussehen ähnelt er stark einem amerikanischen Stinktier: Sein Körper, ohne Schwanz 30–38 cm lang, ist fast vollständig schwarz, mit auffälligen weißen Streifen über den Rücken und hellen Flecken an Gesicht und buschigem Schwanz. Doch das ist nur eine durch konvergente Evolution entstandene Ähnlichkeit: Stinktiere gehören zu einer ganz anderen Familie. Männchen sind größer als Weibchen.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt im Afrika südlich der Sahara, vor allem in Savannen und offenen Lebensräumen mit wenig Gebüsch, vom Flachland bis in große Höhen. Er ist eine sehr anpassungsfähige Art und in vielerlei Lebensräumen zu finden.
Verhalten und Nahrung
Er ist nachtaktiv und meist einzelgängerisch. Er ernährt sich von kleinen Säugetieren, Insekten, Reptilien, Eiern und anderen kleinen Tieren, die er im Schutz der Dunkelheit jagt. Wie Stinktiere ist seine wirksamste Verteidigung chemisch: Bedroht nimmt er eine Warnhaltung ein und kann aus den Analdrüsen ein sehr starkes, übelriechendes Sekret verspritzen, das selbst weit größere Räuber abschreckt.
Wussten Sie schon?
Seine schwarz-weiße Färbung ist ein klassisches Beispiel für Aposematismus: Sie warnt Fressfeinde, Abstand zu halten. Sein nächster lebender Verwandter ist das Afrikanische Streifenwiesel.
Schutz
Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern). Dank seiner Anpassungsfähigkeit ist er im Afrika südlich der Sahara noch weit verbreitet und gilt nicht als bedroht.
Vorteile
- Spektakuläre schwarz-weiße Färbung
- Sehr wirksame chemische Abwehr
- Nicht gefährdet, weit verbreitet
Nachteile
- Übelriechendes Sekret bei Bedrohung
- Wildtier, nicht für die Haltung geeignet
- Nachtaktiv und schwer zu beobachten



