Foto: Böhringer Friedrich · CC BY-SA 2.5
Alpen-Kammmolch
Triturus carnifex
Der Alpen-Kammmolch ist ein großer Schwanzlurch mit gelb-orangem, schwarz geflecktem Bauch, das Männchen mit einem auffälligen Rückenkamm.
Eigenschaften
Charakter
Amphibisch, nachtaktiv, scheu
Ernährung
Wirbellose, Kaulquappen und kleine Amphibien
Beschreibung
Der Alpen-Kammmolch, auch Italienischer Kammmolch genannt, ist einer der größten Molche Europas, aus der Familie der Echten Salamander. Er hat einen kräftigen Körper, einen dunklen braunschwarzen Rücken mit körniger Haut und einen leuchtend gelb-orangen Bauch, übersät mit unregelmäßigen schwarzen Flecken. In der Fortpflanzungszeit entwickelt das Männchen einen auffälligen gezackten Rückenkamm, der es unverwechselbar macht.
Lebensraum und Verbreitung
Er kommt auf der Apenninhalbinsel, in den Alpenregionen und in Teilen des Balkans vor. Er bewohnt stehende, vegetationsreiche Gewässer wie Teiche, Tümpel, Viehtränken und kleine Seen, eingebettet in Wald- oder Hügellandschaften. Außerhalb der Fortpflanzungszeit lebt er an Land, versteckt an feuchten Orten.
Verhalten und Fortpflanzung
Im Frühjahr kehrt er zum Laichen ins Wasser zurück: Das Männchen zeigt seinen Kamm und führt vor dem Weibchen einen Balztanz auf, wobei es ein Samenpaket ablegt, das dieses aufnimmt. Die Eier werden einzeln abgelegt und in die Blätter von Wasserpflanzen eingefaltet. Er ernährt sich von Wirbellosen, Kaulquappen und kleinen Amphibien.
Wissenswertes
Der wissenschaftliche Name carnifex, "Henker", spielt wahrscheinlich auf seine intensiven Farben an. Der leuchtend orange Bauch ist eine Form der Aposematik und warnt Fressfeinde vor seinen unangenehmen Hautsekreten.
Schutz
Er gilt als gefährdet (vulnerable) und ist geschützt. Die größten Gefahren sind das Verschwinden der kleinen Feuchtgebiete, in denen er laicht, die Wasserverschmutzung und das Einsetzen von Raubfischen. Der Schutz von Teichen und Tümpeln ist für sein Überleben entscheidend.
Vorteile
- Groß und auffällig, mit spektakulärem Kamm beim Männchen
- Anzeiger gut erhaltener Feuchtgebiete
- Langlebig, kann über zehn Jahre alt werden
Nachteile
- Gefährdete und geschützte Art
- Auf kleine Feuchtgebiete zum Laichen angewiesen
- Bedroht durch Raubfische und Verschmutzung



