Foto: Zsolt BARNA (Kabóca) · CC BY-SA 3.0
Alpensalamander
Salamandra atra
Der Alpensalamander ist ein glänzend tiefschwarzer Bergamphibie, einzigartig unter seinen Verwandten, da er fertig entwickelte Junge ohne Wasserstadium gebiert.
Eigenschaften
Charakter
Nachtaktiv, langsam, scheu
Ernährung
Insekten, Spinnen, Schnecken und kleine Wirbellose
Beschreibung
Der Alpensalamander ist ein kleiner Schwanzlurch mit schlankem Körper und glatter, glänzender Haut in tiefem, gleichmäßigem Schwarz. Einige Unterarten zeigen gelbe Flecken oder Streifen. Er hat einen breiten Kopf, hervortretende Augen und an den Flanken Reihen von Drüsen, die Abwehrstoffe absondern. Der Artname atra stammt aus dem Lateinischen und bedeutet genau "schwarz".
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt in den Alpen und in einigen isolierten Populationen der Dinariden, in mittleren bis hohen Gebirgslagen. Er bevorzugt feuchte Laubmischwälder, Almwiesen, Blockhalden und kalkreiche Lebensräume mit zahlreichen Unterschlüpfen. Er liebt kühle, feuchte Orte und zeigt sich vor allem nach Regen oder in der Dämmerung.
Verhalten und Fortpflanzung
Anders als die meisten Salamander, deren Larven sich im Wasser entwickeln, ist der Alpensalamander in jeder Lebensphase vollständig landlebend. Er ist vivipar: Er gebiert ein oder zwei vollständig entwickelte Junge, die zum Landleben bereit sind. Seine Tragzeit gehört zu den längsten aller Wirbeltiere und kann je nach Höhenlage mehrere Jahre dauern.
Wissenswertes
Die lange Tragzeit ist eine Anpassung an das Leben im Hochgebirge, wo stehende Gewässer für die Larvenentwicklung nicht immer verfügbar sind. Das Hautsekret ist reizend und schützt ihn vor Fressfeinden.
Schutz
Er gilt als nicht gefährdet, ist aber in weiten Teilen seines Verbreitungsgebiets geschützt. Die größten Gefahren sind der Klimawandel, die Störung der Berglebensräume und seine sehr geringe Vermehrungsrate, die ihn anfällig für Bestandsrückgänge macht.
Vorteile
- Lebendgeburt unabhängig vom Wasser
- Bemerkenswerte Langlebigkeit, über zehn Jahre
- Wertvoller Anzeiger gesunder alpiner Lebensräume
Nachteile
- Sehr langsame Fortpflanzung, wenige Junge
- Anfällig für den Klimawandel in Höhenlagen
- Reizendes Hautsekret, nicht anzufassen



