Amphibien

Darwin-Nasenfrosch

Rhinoderma darwinii

Winzig und getarnt wie ein totes Blatt, ist der Darwin-Nasenfrosch berühmt für ein einzigartiges Verhalten: Das Männchen zieht seine Jungen im eigenen Schallsack auf.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameRhinoderma darwinii
GrößeWinzig: wenige Zentimeter Länge
Energie2/5

Charakter

Unauffällig, getarnt, schwer fassbar

Ernährung

Insektenfresser: kleine Wirbellose

Ein Frosch, der wie ein Blatt aussieht

Der Darwin-Nasenfrosch ist ein kleiner Lurch von zartem Aussehen, nur wenige Zentimeter lang. Sein kuriosestes Merkmal ist seine Schnauze, die in einer abgeflachten, verlängerten Spitze endet und fast eine kleine Nase bildet. Diese Form, verbunden mit der grünen oder braunen Farbe seines Körpers, lässt ihn überraschend einem toten, auf den Boden gefallenen Blatt ähneln, sodass er in der Waldstreu nahezu unsichtbar wird. Er verdankt seinen Namen dem berühmten Naturforscher Charles Darwin, der ihn während seiner Reise in Chile an Bord der Beagle entdeckte.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in den gemäßigten Wäldern Chiles und Argentiniens endemisch, wo er im dichten Unterholz und in der Streu reifer einheimischer Wälder lebt, oft in Verbindung mit Südbuchen. Er bevorzugt feuchte, gut erhaltene Waldumgebungen, reich an Verstecken und Vegetation.

Eine außergewöhnliche Fortpflanzung

Das faszinierendste Verhalten des Darwin-Nasenfroschs ist die Art, wie er seine Nachkommen aufzieht. Nachdem das Weibchen die Eier abgelegt hat, kümmert sich das Männchen auf eine völlig einzigartige Weise um sie: Sind die Embryonen bereit, verschluckt es sie und behütet sie in seinem eigenen Schallsack, wo sich die Kaulquappen sicher entwickeln. Nach einigen Wochen treten aus dem Maul des Vaters keine Kaulquappen hervor, sondern kleine, bereits vollständig entwickelte Frösche. Es ist einer der sehr seltenen Fälle in der Natur einer 'Maulbrütung' durch das Männchen.

Schutz

Der Darwin-Nasenfrosch wird als gefährdete Art eingestuft. Er ist durch den Verlust und die Fragmentierung der Wälder, den Klimawandel und, besonders gravierend, durch eine Pilzkrankheit der Amphibien, die Chytridiomykose, bedroht, die weltweit viele Froscharten dezimiert. Der Schutz der einheimischen gemäßigten Wälder ist für sein Überleben entscheidend.

Vorteile

  • Außergewöhnliche Maulbrütung durch das Männchen
  • Perfekte Tarnung als totes Blatt
  • Von Charles Darwin entdeckt
  • Symbol der gemäßigten Wälder Südamerikas

Nachteile

  • Gefährdete Art
  • Durch Chytridiomykose bedroht
  • Auf reife einheimische Wälder angewiesen

Häufige Fragen

Wie zieht der Darwin-Nasenfrosch seine Jungen auf?
Auf einzigartige Weise: Nach der Eiablage verschluckt das Männchen die Embryonen und behütet sie in seinem eigenen Schallsack, wo sich die Kaulquappen sicher entwickeln. Nach einigen Wochen treten aus seinem Maul kleine, vollständig entwickelte Frösche hervor.
Warum sieht er wie ein Blatt aus?
Seine Schnauze endet in einer abgeflachten Spitze, wie eine kleine Nase, und sein Körper ist grün oder braun. Diese Form und diese Farben lassen ihn einem toten Blatt ähneln, sodass er in der Waldstreu nahezu unsichtbar wird und vor Fressfeinden geschützt ist.
Warum heißt er so?
Er verdankt seinen Namen dem berühmten Naturforscher Charles Darwin, der ihn während seiner Reise in Chile an Bord des Schiffes Beagle entdeckte. Später wurde er von französischen Zoologen im 19. Jahrhundert offiziell beschrieben und benannt.
Ist er bedroht?
Ja, er wird als gefährdete Art eingestuft. Ihn bedrohen der Verlust der Wälder, der Klimawandel und vor allem die Chytridiomykose, eine Pilzkrankheit, die weltweit viele Amphibienarten dezimiert. Der Schutz der einheimischen gemäßigten Wälder ist entscheidend.

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