Amphibien

Knoblauchkröte

Pelobates fuscus

Die Knoblauchkröte ist ein nachtaktiver Froschlurch, der sich rasch im Boden eingräbt und bei Gefahr einen knoblauchartigen Geruch verströmt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NamePelobates fuscus
LebensdauerFino a 10 anni
GrößeLänge 4–8 cm
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, grabend, scheu

Ernährung

Insekten und kleine Wirbellose

Beschreibung

Die Knoblauchkröte ist ein kleiner Froschlurch mit gedrungener Gestalt und verhältnismäßig glatter Haut, braungrau gefärbt mit dunkleren Flecken und mitunter rötlichen Tönen. Sie hat große, hervortretende Augen mit senkrechter Pupille und unter den Hinterfüßen kräftige, schaufelförmige Hornauswüchse, mit denen sie sich schnell in den Boden gräbt. Diese "Schaufeln" geben der Gruppe ihren Namen.

Lebensraum und Verbreitung

Sie ist von Mitteleuropa bis Westasien verbreitet. Sie bevorzugt sandige, lockere Böden, die sich leicht graben lassen, in offenen Lebensräumen wie Dünen, Äckern, Heiden und Wiesen nahe Teichen und Tümpeln zum Ablaichen. Sie ist eng an das Vorhandensein weicher Böden gebunden.

Verhalten

Sie ist ein überwiegend nachtaktives und grabendes Tier: Tagsüber bleibt sie in selbst gegrabenen Erdhöhlen verborgen und kommt nachts auf die Jagd nach Insekten und Wirbellosen hervor. Gestört, kann sie sich aufblähen, Laute ausstoßen und ein Sekret mit stechendem, knoblauchartigem Geruch absondern, woher der Name Knoblauchkröte kommt.

Wissenswertes

Ihre Kaulquappen zählen zu den größten Europas: Vor der Metamorphose können sie eine beachtliche Größe erreichen, mitunter größer als das erwachsene Tier. Ihre verborgene Lebensweise und die zerstreute Verbreitung machen die Art wenig bekannt.

Schutz

Sie gilt weltweit als nicht gefährdet, doch in vielen Regionen Europas ist sie rückläufig und geschützt. Die größten Gefahren sind der Verlust von Feuchtgebieten zum Laichen und das Verschwinden offener Sandböden.

Vorteile

  • Geschickter Gräber, buddelt sich in Sekunden ein
  • Nützlicher Jäger nachtaktiver Insekten
  • Kaulquappen zu den größten Europas zählend

Nachteile

  • Rückläufig durch Verlust von Feuchtgebieten
  • Auf sandige, lockere Böden angewiesen
  • Verborgene Lebensweise, schwer zu beobachten

Häufige Fragen

Warum heißt sie Knoblauchkröte?
Gestört oder erschreckt kann sie über die Haut ein Sekret mit stechendem, an Knoblauch erinnerndem Geruch absondern. Es ist ein Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde.
Wie kann sie so schnell graben?
Unter den Hinterfüßen hat sie kräftige, schaufelförmige Hornauswüchse, mit denen sie den lockeren Boden beiseiteschafft, während sie sich rückwärts eingräbt. In wenigen Sekunden kann sie sich vollständig vergraben.
Ist sie giftig?
Sie ist für den Menschen nicht gefährlich. Das nach Knoblauch riechende Hautsekret dient dazu, Fressfeinde abzuschrecken, stellt aber keine Bedrohung für Menschen dar.
Wo laicht sie?
Sie legt ihre Eier in Tümpeln, Teichen und kleinen stehenden Gewässern ab. Ihre Kaulquappen, zu den größten Europas gehörend, entwickeln sich im Wasser, bevor sie sich in junge Landkröten verwandeln.

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