Vögel

Argusfasan

Argusianus argus

Der Argusfasan ist ein großer Fasan Südostasiens, berühmt für seine riesigen, mit Dutzenden „Augen" verzierten Flügelfedern und eine spektakuläre Balz.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameArgusianus argus
GrößeGroßer Fasan; Männchen durch Flügel- und Schwanzfedern sehr lang
Energie2/5

Charakter

Scheu und bodenbewohnend; Männchen mit kunstvoller Balz.

Ernährung

Allesfresser: Früchte, Samen, Triebe, Insekten und Wirbellose.

Der Fasan mit hundert Augen

Der Argusfasan (Argusianus argus) ist ein großer Fasan aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und die einzige Art seiner Gattung. Das Männchen ist berühmt für seine Armschwingen, außergewöhnlich verlängert und mit Reihen großer Augenflecken (Ocellen) bedeckt — runde Flecken, die dreidimensionale Augen nachahmen. Diese „Augen" gaben dem Vogel seinen Namen, nach Argos, dem hundertäugigen Riesen der griechischen Mythologie. Das Weibchen ist kleiner und schlichter. Das Gesamtgefieder ist braun und fein gesprenkelt, ein Meisterwerk der Tarnung.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den Regenwäldern Südostasiens, besonders auf der Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo. Er ist ein scheuer, bodenbewohnender Vogel, der sich im dichten Unterholz bewegt und leichter zu hören als zu sehen ist.

Verhalten und Balz

Er ernährt sich von Früchten, Samen, Trieben, Insekten und anderen kleinen Wirbellosen. Das Männchen ist für seine kunstvolle Balz berühmt: Es räumt sorgfältig eine große „Arena" auf dem Waldboden frei und lockt das Weibchen mit kräftigen Rufen herbei. Nähert es sich, breitet das Männchen die Flügel zu einem imposanten Fächer voller Augenflecken aus, die im Dämmerlicht funkeln.

Wussten Sie schon?

Die Augenflecken seiner Federn wurden von Charles Darwin als Beispiel dafür untersucht, wie sexuelle Selektion außergewöhnliche Schmuckmerkmale hervorbringen kann. In Ruhe bleibt der Vogel dagegen zwischen dem Falllaub fast unsichtbar.

Schutz

Die IUCN führt ihn als gefährdet (Vulnerable). Die Zerstörung der Regenwälder und die Jagd — sowohl auf das Fleisch als auch auf die langen Schmuckfedern — bedrohen seine Bestände in weiten Teilen seines Areals.

Vorteile

  • Flügelfedern mit Dutzenden spektakulärer „Augen"
  • Eine der kunstvollsten Balzvorführungen
  • Perfekte Tarnung im Unterholz

Nachteile

  • Gefährdete, rückläufige Art
  • Bedroht durch Entwaldung und Jagd
  • Scheu und schwer in der Natur zu beobachten

Häufige Fragen

Warum heißt er Argusfasan?
Der Name geht auf Argos zurück, den hundertäugigen Riesen der griechischen Mythologie, und verweist auf die vielen Augenflecken — augenförmige Flecken —, die die riesigen Flügelfedern des Männchens schmücken.
Wie umwirbt er das Weibchen?
Das Männchen räumt eine große Arena auf dem Waldboden frei und lockt das Weibchen dorthin. Kommt es, breitet es die Flügel zu einem großen Fächer voller Augenflecken aus, die wie funkelnde Augen wirken.
Warum ist er gefährdet?
Wegen der Zerstörung der südostasiatischen Regenwälder und der Jagd, sowohl auf das Fleisch als auch auf die langen Schmuckfedern. Seine Bestände gehen zurück.

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