Säugetiere

Chinesisches Schuppentier

Manis pentadactyla

Mit Schuppen bedeckt wie ein lebender Kiefernzapfen, rollt sich das Chinesische Schuppentier zur Verteidigung zusammen: ein einzigartiges Säugetier, heute leider das meistgehandelte der Welt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameManis pentadactyla
Gewicht2–7 kg
GrößeMittelgroß: Körper und Schwanz zusammen bis etwa 1 m
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, einzelgängerisch und scheu

Ernährung

Insektenfresser: fast nur Ameisen und Termiten

Ein von Schuppen gepanzertes Säugetier

Das Chinesische Schuppentier ist eines der ungewöhnlichsten Säugetiere des Planeten: Sein Körper ist fast vollständig von großen, harten, überlappenden Schuppen aus Keratin bedeckt, derselben Substanz wie unsere Nägel. Das lässt es wie einen lebenden Kiefernzapfen oder einen kleinen gepanzerten Drachen wirken. Es ist ein mittelgroßes Tier mit langgestreckter Schnauze, kräftigen bekrallten Beinen und einem langen Schwanz. Es hat keine Zähne: An ihrer Stelle besitzt es eine extrem lange, klebrige Zunge, perfekt, um seine Beute zu fangen.

Lebensraum und Verbreitung

Es lebt in Asien, in einem breiten Gürtel, der Südchina, Taiwan, den Himalaya und einen Teil Südostasiens umfasst. Es bewohnt Wälder, Buschland und hügelige Gebiete, wo es sich am Boden und bei Bedarf kletternd fortbewegt. Es verbringt viele Stunden in unterirdischen Bauen, die es mit seinen kräftigen Krallen gräbt, und kommt vor allem nachts heraus, um Nahrung zu suchen.

Verhalten und Verteidigung

Das Schuppentier ist ein nachtaktives, einzelgängerisches und scheues Tier. Es ernährt sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten, die es durch das Aufbrechen der Nester mit seinen Krallen aufstöbert und mit seiner langen Zunge aufnimmt: Deshalb wird es manchmal 'Schuppenameisenbär' genannt. Seine berühmteste Verteidigung ist spektakulär: Bedroht rollt es sich eng zu einer nahezu undurchdringlichen Kugel zusammen, von allen Seiten durch die scharfen Schuppen geschützt. In dieser Haltung tun sich selbst große Fressfeinde schwer.

Wissenswertes

Der Name 'Pangolin' stammt von einem malaiischen Wort, das genau 'einer, der sich zusammenrollt' bedeutet. Die Schuppen, so robust sie auch scheinen, sind paradoxerweise die Ursache seines Verderbens: Sie sind Gegenstand eines erbarmungslosen illegalen Handels.

Schutz

Das Chinesische Schuppentier wird als vom Aussterben bedroht eingestuft, einen Schritt vom Verschwinden in freier Wildbahn entfernt. Es gilt als das meistgehandelte Säugetier der Welt: Es wird illegal wegen seiner Schuppen gejagt, die in manchen traditionellen Medizinen ohne jede wissenschaftliche Grundlage verwendet werden, und wegen seines Fleisches. Hinzu kommt der Lebensraumverlust. Der Kampf gegen Wilderei und illegalen Handel ist zusammen mit dem Schutz der Wälder heute die einzige Hoffnung für das Überleben dieser außergewöhnlichen Art.

Vorteile

  • Einzigartige Verteidigung: rollt sich zur gepanzerten Kugel
  • Wertvoller Verbündeter: reguliert Ameisen und Termiten
  • Säugetier mit außergewöhnlicher, faszinierender Anatomie

Nachteile

  • Vom Aussterben bedroht
  • Das meistgehandelte Säugetier der Welt
  • Sehr schwer zu schützen und in Gefangenschaft zu halten

Häufige Fragen

Woraus bestehen die Schuppen des Schuppentiers?
Sie bestehen aus Keratin, derselben Substanz wie unsere Nägel und Haare. Sie sind hart, überlappend und scharf und bedecken fast den ganzen Körper, wodurch sie einen flexiblen Panzer bilden, der das Tier schützt.
Wie verteidigt sich das Schuppentier?
Bedroht rollt es sich eng zu einer Kugel zusammen, von allen Seiten durch die scharfen Schuppen geschützt. In dieser Haltung tun sich selbst große Fressfeinde sehr schwer, ihm zu schaden.
Was frisst das Chinesische Schuppentier?
Es ernährt sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten. Es bricht die Nester mit seinen kräftigen Krallen auf und fängt die Insekten mit seiner langen, klebrigen Zunge. Es hat keine Zähne und kaut seine Nahrung nicht.
Warum ist das Schuppentier so bedroht?
Es gilt als das meistgehandelte Säugetier der Welt. Es wird illegal wegen seiner Schuppen gejagt, die in manchen traditionellen Medizinen ohne wissenschaftliche Grundlage verwendet werden, und wegen seines Fleisches, und leidet zudem unter Lebensraumverlust. Daher ist es vom Aussterben bedroht.

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