Reptilien

Dornteufel

Moloch horridus

Vollständig mit Dornen bedeckt und fähig, Wasser mit der Haut zu sammeln, ist der Dornteufel eine kleine und außergewöhnliche Echse der australischen Wüsten.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMoloch horridus
GrößeKlein: etwa 20 cm lang
Energie2/5

Charakter

Langsam, getarnt, völlig harmlos

Ernährung

Spezialisierter Insektenfresser: fast nur Ameisen

Eine Echse ganz aus Dornen

Der Dornteufel ist eine kleine und bizarre Echse von fast mythologischem Aussehen, von Kopf bis Schwanz mit zahlreichen kegelförmigen, spitzen Dornen bedeckt. Sein Körper, von einer Farbe, die von Braun über Orange bis Gelb reicht, mit Tönen, die an Sand und Felsen der Wüste erinnern, ist eine perfekte Tarnung. Zu seinen kuriosesten Merkmalen zählt eine fleischige Ausbuchtung am Hals, eine Art 'falscher Kopf': Bei Bedrohung senkt das Tier den echten Kopf und zeigt diese Struktur, was Fressfeinde täuscht.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den ariden Wüstengebieten Australiens, zwischen Sanden und verstreutem Buschland des Kontinentinneren. Er ist perfekt an eine extreme, heiße und wasserarme Umgebung angepasst, in der er sich mit langsamem, wiegendem, fast zögerlichem Gang bewegt, der ihn für Fressfeinde unauffällig macht.

Ein Ameisenfresser und ein Wasserjäger

Der Dornteufel hat eine äußerst spezialisierte Ernährung: Er ernährt sich fast ausschließlich von Ameisen, die er einzeln mit seiner klebrigen Zunge fängt und von denen er in einer einzigen Mahlzeit Tausende verschlingt. Noch außergewöhnlicher ist seine Fähigkeit, sich Wasser zu beschaffen. Seine Haut ist von winzigen Rillen durchzogen, die durch Kapillarwirkung jeden Tropfen Tau, Regen oder Bodenfeuchtigkeit zu den Mundwinkeln leiten. So kann das Tier buchstäblich 'mit der Haut trinken' und jede geringste Wasserspur in der Wüste nutzen.

Verteidigung

Die Dornen, die den Körper bedecken, haben eine Verteidigungsfunktion: Sie machen den Dornteufel für viele Fressfeinde zu einem unbequemen und gefährlichen Bissen. Zusammen mit seiner Tarnfärbung, dem langsamen Gang und dem falschen Kopf bilden sie ein ausgeklügeltes Schutzsystem für ein kleines und ansonsten wehrloses Tier.

Schutz

Der Dornteufel wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit über die weiten australischen Wüstengebiete verteilten Beständen. Wie alle Bewohner arider Umgebungen hängt er von der Gesundheit seines empfindlichen Ökosystems und von der Verfügbarkeit der Ameisen ab, von denen er sich ernährt. Er ist ein faszinierendes Symbol der an die Extreme der Wüste angepassten Tierwelt.

Vorteile

  • Einzigartiges Aussehen, vollständig mit Dornen bedeckt
  • Außergewöhnliche Fähigkeit, Wasser mit der Haut zu sammeln
  • Ausgeklügeltes Verteidigungssystem mit falschem Kopf
  • Für den Menschen völlig harmlos

Nachteile

  • Extrem spezialisierte Ernährung (nur Ameisen)
  • An spezifische Wüstenumgebungen gebunden
  • Klein und langsam, auf Tarnung angewiesen

Häufige Fragen

Stimmt es, dass der Dornteufel mit der Haut trinkt?
Ja. Seine Haut ist von winzigen Rillen durchzogen, die durch Kapillarwirkung jeden Tropfen Tau, Regen oder Bodenfeuchtigkeit zu den Mundwinkeln leiten. So kann er jede geringste Wasserspur in der Wüste nutzen.
Was frisst der Dornteufel?
Er hat eine äußerst spezialisierte Ernährung: Er ernährt sich fast ausschließlich von Ameisen, die er einzeln mit seiner klebrigen Zunge fängt und von denen er in einer einzigen Mahlzeit Tausende verschlingt.
Wozu dient der 'falsche Kopf'?
Es ist eine fleischige Ausbuchtung am Hals: Bei Bedrohung senkt das Tier den echten Kopf und zeigt diese Struktur, was Fressfeinde täuscht, die den falschen Teil angreifen, während der echte Kopf geschützt bleibt.
Ist der Dornteufel gefährlich?
Nein, trotz seines Namens und Aussehens ist er für den Menschen völlig harmlos. Seine Dornen dienen nur seiner Verteidigung gegen Fressfeinde und machen ihn zu einem unbequemen Bissen. Es ist ein langsames und friedliches Tier.

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