Foto: Ajit Hota · CC BY-SA 4.0
Roter Panda
Ailurus fulgens
Klein, rötlich und mit langem, geringeltem Schwanz, lebt der Rote Panda zwischen den Bambuswäldern des Himalaya: ein scheues und faszinierendes Tier, einzigartig in seiner Art.
Eigenschaften
Charakter
Scheu, einzelgängerisch und baumbewohnend, in der Dämmerung aktiv. Ruhig und wendig in den Bäumen; er schläft einen großen Teil des Tages zusammengerollt mit dem Schwanz um den Körper.
Ernährung
Überwiegend Pflanzenfresser: vor allem Bambus (zarte Blätter), ergänzt mit Früchten, Eicheln, Wurzeln, Eiern und gelegentlich kleinen Tieren.
Ein einzigartiges Tier
Der Rote Panda ist ein kleines Säugetier, kaum größer als eine Hauskatze, von entzückendem und unverwechselbarem Aussehen. Er hat ein dichtes rötliches Fell, ein weißes Gesicht mit charakteristischen dunklen „Tränenspuren" von den Augen und einen langen, buschigen, mit hellen und dunklen Bändern geringelten Schwanz, den er als Decke zum Wärmen und als Balancierstange beim Klettern nutzt. Er lebt in den gemäßigten Bergwäldern des Himalaya und Südwestchinas, zwischen 2.000 und 4.000 Metern Höhe.
Weder Panda noch Waschbär
Obwohl sein Name und seine Kost ihn dem Großen Panda annähern, ist der Rote Panda mit ihm nicht verwandt, noch ist er ein Waschbär oder Bär. Er ist der einzige lebende Vertreter seiner Familie, ein eigener Zweig des Stammbaums. Der Name „Panda" stammt sogar von ihm: Er wurde vor dem Großen Panda entdeckt und benannt, der den Namen später übernahm.
Ein Leben auf Bambusbasis
Wie der Große Panda ernährt sich der Rote Panda weitgehend von Bambus, besonders von den zarten Blättern. Bambus ist jedoch eine nährstoffarme und schwer verdauliche Nahrung, sodass das Tier große Mengen fressen und Energie sparen muss. Es ergänzt seine Kost mit Früchten, Eicheln, Wurzeln, Eiern und gelegentlich kleinen Tieren. Es besitzt einen „falschen Daumen", einen verlängerten Handwurzelknochen, der ihm hilft, Bambussprossen zu greifen.
Scheue Gewohnheiten
Der Rote Panda ist ein überwiegend einzelgängerisches, baumbewohnendes Tier, vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Einen großen Teil des Tages verbringt er schlafend zwischen den Ästen, oft zusammengerollt mit dem Schwanz um den Körper. Er ist wendig und in den Bäumen zu Hause, wo er Nahrung und Schutz vor Räubern findet.
Schutz
Der Rote Panda ist als gefährdete Art eingestuft. Seine Bestände gehen durch die Zerstörung und Zerschneidung der Bambuswälder, Wilderei und illegalen Handel zurück. Sein Schutz hängt von der Bewahrung der zunehmend bedrohten Berglebensräume des Himalaya ab. Er ist zu einem Sinnbild des Schutzes dieser fragilen Hochgebirgswälder geworden.



