Foto: Geoff Gallice · CC BY 2.0
Greifschwanz-Lanzenotter
Bothriechis schlegelii
Klein, baumbewohnend und farbenprächtig, verdankt die Greifschwanz-Lanzenotter ihren Beinamen den besonderen abstehenden Schuppen über den Augen, die langen Wimpern ähneln.
Eigenschaften
Charakter
Baumbewohnend, nachtaktiv, Lauerjägerin
Ernährung
Fleischfresser: Frösche, Echsen, Kleinsäuger und Vögel
Eine Schlange mit 'Wimpern'
Die Greifschwanz-Lanzenotter, auch Wimpern-Viper genannt, ist eine kleine Giftschlange aus der Gruppe der Grubenottern. Ihr auffälligstes Merkmal sind einige spitze, abstehende Schuppen, die sich über jedem Auge erheben, wie eine Reihe kleiner 'Wimpern' oder Hörner, woher der Beiname rührt. Ein weiterer überraschender Aspekt ist die außergewöhnliche Farbvielfalt, in der sie auftritt: manche Individuen sind von leuchtendem, fast goldenem Gelb, andere grün, wieder andere braun, grau oder rosa, oft mit Flecken und Mustern. Sie hat einen eher schlanken Körper und einen Greifschwanz.
Lebensraum und Verbreitung
Sie lebt in den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas, wo sie eine typische Bewohnerin der Bäume und Sträucher ist. Sie ist nämlich überwiegend baumbewohnend: Sie verbringt einen Großteil ihrer Zeit zwischen den Ästen, der dichten Vegetation oder den Palmwedeln zusammengerollt und tarnt sich dank ihrer Farben.
Verhalten und Gift
Sie ist eine Lauerjägerin: Sie verharrt reglos und verborgen zwischen den Ästen, oft in der Nähe von Blüten oder Früchten, die Beute anlocken, und schlägt mit einem raschen Biss zu, wenn diese in Reichweite kommt. Sie ernährt sich von Fröschen, Echsen, kleinen Säugetieren und Vögeln. Wie alle Grubenottern besitzt sie wärmeempfindliche Gruben, die es ihr erlauben, warmblütige Beute zu orten. Ihr Biss ist giftig: Er gilt nicht als einer der gefährlichsten für den Menschen, kann aber dennoch ernste Wirkungen hervorrufen, und es ist unerlässlich, sich diesen Tieren in der Natur nicht zu nähern und nicht zu versuchen, sie anzufassen.
Schutz und Wissenswertes
Die Greifschwanz-Lanzenotter wird als nicht gefährdete Art eingestuft. Ihre Schönheit und ihre lebhaften Farben machen sie sehr bekannt, doch sie sollte stets aus der Ferne und mit Respekt beobachtet werden. Ihr wissenschaftlicher Name ehrt den deutschen Zoologen Hermann Schlegel.
Vorteile
- Charakteristische 'Wimpern' über den Augen
- Außergewöhnliche Farbvielfalt
- Geschickte baumbewohnende Jägerin
- Nicht bedrohte Bestände
Nachteile
- Giftschlange, nicht zu nähern
- Getarnt und schwer zu entdecken
- An die tropischen Wälder gebunden



