Vögel

Großparadiesvogel

Paradisaea apoda

Der Großparadiesvogel ist der größte der Paradiesvögel, mit langen goldenen Flankenfedern, die das Männchen bei spektakulären Balzvorführungen entfaltet.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameParadisaea apoda
Gewichtcirca 170–320 g
GrößeDer größte Paradiesvogel seiner Gattung
Energie3/5

Charakter

Tagaktiv und gesellig; Männchen in spektakulären Gruppenbalzen.

Ernährung

Fruchtfresser: Früchte und Wirbellose.

Der Riese der Paradiesvögel

Der Großparadiesvogel (Paradisaea apoda) ist die größte Art der Gattung Paradisaea und einer der berühmtesten Paradiesvögel. Das Männchen ist prächtig: kastanienbrauner Körper, gelber Kopf, iridisierend smaragdgrüne Kehle und vor allem eine Fülle sehr langer, gold-gelber und weißlicher Schmuckfedern, die sich bei der Balz wie eine Kaskade aus den Flanken entfalten. Das Weibchen dagegen ist braun und schmucklos. Er wiegt in der Regel zwischen 170 und 320 Gramm. (Hinweis: Der bei Wikidata angegebene Massewert von 250 kg ist offensichtlich falsch — es ist ein Vogel von wenigen Hundert Gramm.)

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den Tieflandregenwäldern im Süden Neuguineas und auf den Aru-Inseln. Er ernährt sich vor allem von Früchten und Wirbellosen und bewegt sich im Kronendach.

Balz

Sein außergewöhnlichstes Schauspiel ist die gemeinschaftliche Balz: Auf den hohen Ästen traditioneller Bäume (Arenen oder Leks) versammeln sich bis zu etwa fünfzehn Männchen, um zu rufen, zu hüpfen und ihre goldenen Federn kopfüber zu entfalten, in einem Schönheitswettstreit. Die Weibchen beobachten und wählen und verpaaren sich meist nur mit wenigen dominanten Männchen. Nest und Jungenaufzucht übernehmen dann die Weibchen allein.

Wussten Sie schon?

Sein wissenschaftlicher Name apoda bedeutet „ohne Füße": Er geht auf ein altes Missverständnis zurück, denn den ersten nach Europa gebrachten Bälgen fehlten die Beine, sodass man glaubte, diese Vögel lebten stets im Flug und ließen sich nie nieder.

Schutz

Die IUCN führt ihn als nicht gefährdet (Least Concern). Er ist noch verbreitet, doch die Jagd auf seine Schmuckfedern und der Waldverlust sind in Teilen seines Areals zu beobachtende Gefahren.

Vorteile

  • Der größte der Paradiesvögel
  • Spektakuläre goldene Federn und Balzvorführungen
  • Nicht gefährdet, noch verbreitet

Nachteile

  • Gejagt wegen seiner Schmuckfedern
  • Auf Tieflandwälder angewiesen
  • Starker Dimorphismus: das Weibchen ist unscheinbar

Häufige Fragen

Warum bedeutet sein wissenschaftlicher Name „ohne Füße"?
Den ersten nach Europa gebrachten Bälgen fehlten die Beine, so entstand die Legende, diese Vögel lebten stets im Flug und ließen sich nie nieder. Daher der Name apoda, „fußlos".
Wie balzen die Männchen?
Sie versammeln sich in Gruppen auf Bäumen in traditionellen Arenen (Leks), wo bis zu etwa fünfzehn Männchen rufen, hüpfen und ihre langen goldenen Federn entfalten, um Weibchen anzulocken, die die besten wählen.
Helfen die Männchen bei der Jungenaufzucht?
Nein: Nach der Paarung baut das Weibchen allein das Nest, bebrütet die Eier und zieht die Jungen auf. Die Männchen widmen sich nur der Balz.

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