Säugetiere

Gürtelmull

Chlamyphorus truncatus

Das kleinste Gürteltier der Welt: Der Gürtelmull lebt im Sand Argentiniens vergraben und trägt einen rosafarbenen Panzer, durch den der Blutfluss durchschimmert.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameChlamyphorus truncatus
Gewicht≈ 120 g
GrößeWinzig, 9–12 cm
Energie2/5

Charakter

Einzelgängerisch, nachtaktiv, grabend und scheu

Ernährung

Allesfresser: Ameisen, Larven, Würmer, Wurzeln

Das kleinste der Gürteltiere

Der Gürtelmull ist das kleinste bekannte Gürteltier: nur 9 bis 12 cm lang und etwa 120 Gramm schwer, passt er bequem in eine Hand. Sein Aussehen ist unverwechselbar: Der Körper ist von weichem weißem Fell bedeckt und von einem dünnen, zart rosafarbenen Rückenpanzer überzogen. Der rosa Ton ist kein Pigment, sondern das Ergebnis der Blutgefäße, die durch den durchscheinenden Panzer schimmern, der auch bei der Temperaturregulierung eine Rolle spielt. Die Vorderbeine tragen große schaufelartige Krallen zum Graben.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in den ariden Zonen und sandigen Buschländern Zentralargentiniens endemisch. Er lebt fast vollständig unter der Erde, in Gängen, die er ständig gräbt, und wird daher nur selten an der Oberfläche gesehen. Seine scheue, unterirdische Lebensweise erschwert die Erforschung.

Verhalten

Er ist ein geschickter „Sandschwimmer": Er bewegt sich durch den lockeren Boden, indem er ihn mit seinen kräftigen Vorderkrallen wegschiebt und mit seinem abgeflachten, gepanzerten Hinterteil verdichtet, das er wie einen Kolben benutzt. Er ernährt sich vor allem von Ameisen, Larven, Würmern und anderen Wirbellosen, aber auch von Wurzeln und Pflanzenmaterial. Er ist Einzelgänger und überwiegend nachtaktiv.

Wissenswertes

Das stumpfe, gepanzerte Hinterteil — Namensgeber des wissenschaftlichen "truncatus" — dient dazu, den Baueingang zu verschließen, wie ein Korken. Äußerst stressempfindlich, überlebt dieses Tier in Gefangenschaft sehr schlecht, weshalb es niemals aus der Natur entnommen werden sollte.

Schutz

Die IUCN führt die Art als „ungenügende Datenlage": Seine unterirdische Lebensweise und die Seltenheit der Sichtungen verhindern eine genaue Bestandsschätzung. Mögliche Bedrohungen sind Landwirtschaft, Haustiere als Fressfeinde und illegales Sammeln.

Vorteile

  • Das kleinste Gürteltier der Welt
  • Einzigartiger, faszinierender rosa Panzer
  • Außergewöhnliche Anpassung an das Leben unter dem Sand

Nachteile

  • Überlebt in Gefangenschaft sehr schlecht: nicht entnehmen
  • Schwer zu erforschen, unsicherer Schutzstatus
  • Äußerst stressempfindlich

Häufige Fragen

Warum ist der Panzer rosa?
Die Farbe ist kein Pigment: Sie stammt von Blutgefäßen, die durch den dünnen, durchscheinenden Panzer schimmern, der auch bei der Temperaturregulierung hilft.
Wie bewegt er sich im Boden?
Er ist ein „Sandschwimmer": Er gräbt mit seinen großen Vorderkrallen und verdichtet den Boden mit seinem abgeflachten, gepanzerten Hinterteil, das er wie einen Kolben nutzt.
Kann man ihn als Haustier halten?
Nein. Er ist extrem stressempfindlich und überlebt außerhalb seines Lebensraums sehr schlecht: Eine Entnahme aus der Natur führt fast immer zum Tod.
Ist er eine bedrohte Art?
Die IUCN führt ihn als „ungenügende Datenlage": Seine unterirdische Lebensweise und die Seltenheit der Sichtungen verhindern eine genaue Bewertung.

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