Foto: Original: cliff1066™ · CC BY 3.0
Gürtelmull
Chlamyphorus truncatus
Das kleinste Gürteltier der Welt: Der Gürtelmull lebt im Sand Argentiniens vergraben und trägt einen rosafarbenen Panzer, durch den der Blutfluss durchschimmert.
Eigenschaften
Charakter
Einzelgängerisch, nachtaktiv, grabend und scheu
Ernährung
Allesfresser: Ameisen, Larven, Würmer, Wurzeln
Das kleinste der Gürteltiere
Der Gürtelmull ist das kleinste bekannte Gürteltier: nur 9 bis 12 cm lang und etwa 120 Gramm schwer, passt er bequem in eine Hand. Sein Aussehen ist unverwechselbar: Der Körper ist von weichem weißem Fell bedeckt und von einem dünnen, zart rosafarbenen Rückenpanzer überzogen. Der rosa Ton ist kein Pigment, sondern das Ergebnis der Blutgefäße, die durch den durchscheinenden Panzer schimmern, der auch bei der Temperaturregulierung eine Rolle spielt. Die Vorderbeine tragen große schaufelartige Krallen zum Graben.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist in den ariden Zonen und sandigen Buschländern Zentralargentiniens endemisch. Er lebt fast vollständig unter der Erde, in Gängen, die er ständig gräbt, und wird daher nur selten an der Oberfläche gesehen. Seine scheue, unterirdische Lebensweise erschwert die Erforschung.
Verhalten
Er ist ein geschickter „Sandschwimmer": Er bewegt sich durch den lockeren Boden, indem er ihn mit seinen kräftigen Vorderkrallen wegschiebt und mit seinem abgeflachten, gepanzerten Hinterteil verdichtet, das er wie einen Kolben benutzt. Er ernährt sich vor allem von Ameisen, Larven, Würmern und anderen Wirbellosen, aber auch von Wurzeln und Pflanzenmaterial. Er ist Einzelgänger und überwiegend nachtaktiv.
Wissenswertes
Das stumpfe, gepanzerte Hinterteil — Namensgeber des wissenschaftlichen "truncatus" — dient dazu, den Baueingang zu verschließen, wie ein Korken. Äußerst stressempfindlich, überlebt dieses Tier in Gefangenschaft sehr schlecht, weshalb es niemals aus der Natur entnommen werden sollte.
Schutz
Die IUCN führt die Art als „ungenügende Datenlage": Seine unterirdische Lebensweise und die Seltenheit der Sichtungen verhindern eine genaue Bestandsschätzung. Mögliche Bedrohungen sind Landwirtschaft, Haustiere als Fressfeinde und illegales Sammeln.
Vorteile
- Das kleinste Gürteltier der Welt
- Einzigartiger, faszinierender rosa Panzer
- Außergewöhnliche Anpassung an das Leben unter dem Sand
Nachteile
- Überlebt in Gefangenschaft sehr schlecht: nicht entnehmen
- Schwer zu erforschen, unsicherer Schutzstatus
- Äußerst stressempfindlich



