Foto: Charles J. Sharp · CC BY-SA 4.0
Hauhechel-Bläuling
Polyommatus icarus
Der Hauhechel-Bläuling ist einer der häufigsten Bläulinge Europas: Männchen zeigen leuchtend blaue Flügel, Weibchen bräunliche Töne mit orangen Flecken.
Eigenschaften
Charakter
Lebhaft, tagaktiv, sonnenliebend
Ernährung
Falter: Nektar; Raupen: Hülsenfrüchtler
Beschreibung
Der Hauhechel-Bläuling ist ein kleiner Schmetterling aus der Familie der Bläulinge, einer der häufigsten und verbreitetsten Europas. Er zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus: Das Männchen hat die Flügeloberseite in leuchtendem, kräftigem Blau, dunkelbraun gerandet, während das Weibchen überwiegend braun ist, mit einem Hauch von Blau und einer Reihe oranger Möndchen am Rand. Die Unterseite, graubraun mit weiß umrandeten schwarzen Punkten und orangen Flecken, ist bei beiden Geschlechtern ähnlich.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist in ganz Eurasien und Nordafrika verbreitet. Er bewohnt offene, sonnige, blütenreiche Lebensräume: Wiesen, Brachflächen, Wegränder, Lichtungen und Gärten. Er ist eine sehr anpassungsfähige Art und kommt vom Flachland bis ins Gebirge vor.
Lebenszyklus
Die Raupen ernähren sich von Hülsenfrüchtlern, besonders vom Hornklee und verwandten Arten. Wie viele Bläulinge unterhalten die Larven eine Symbiose mit Ameisen: Sie sondern zuckerhaltige Sekrete ab, die die Ameisen gerne aufnehmen, und erhalten im Gegenzug Schutz vor Fressfeinden.
Verhalten
Die Falter fliegen vom Frühjahr bis zum Spätsommer, in mehreren Generationen pro Jahr, und ernähren sich vom Nektar der Blüten. Es ist ein lebhafter, aber wenig scheuer Schmetterling, der sich gern mit ausgebreiteten Flügeln zum Sonnen niederlässt.
Schutz
Er ist eine häufige, nicht gefährdete Art, leidet aber wie alle Wiesenfalter unter dem Verlust blütenreicher Lebensräume und dem Pestizideinsatz. Ungespritzte, an Hülsenfrüchtlern reiche Wiesen fördern sein Vorkommen.
Vorteile
- Einer der häufigsten Bläulinge Europas
- Nützlicher Bestäuber blütenreicher Wiesen
- Anpassungsfähig, in vielen offenen Lebensräumen
Nachteile
- Empfindlich gegenüber Verlust blütenreicher Wiesen
- Lokal durch Pestizideinsatz bedroht
- Raupen von Hülsenfrüchtlern abhängig



